Das Sauber F1 Team hatte im nächtlichen Hitzerennen von Singapur auf mehr als einen WM-Punkt gehofft. Aber am Ende kam Sergio Pérez als Zehnter ins Ziel, und Kamui Kobayashi wurde 14. Eine Safety-Car-Phase spielte im Rennverlauf eine entscheidende Rolle für das Team. Pérez konnte von Glück sagen, dass er bei dem Unfall, der diese Phase ausgelöst hatte, nicht mehr als einen beschädigten Reifen davongetragen hatte. Michael Schumacher hatte Pérez‘ Sauber C30-Ferrari von hinten getroffen.

 

Sergio Pérez: 10.

Sauber C30-Ferrari (Chassis 03 / Ferrari 056)

Start auf superweichen  Reifen, nach 15 und nach 29 Runden Wechsel auf weiche Reifen.

„Ich denke, der zehnte Platz war heute das Maximum, was wir erreichen konnten. Ich war auf einer Zweistopp-Strategie. Ich bin mit den superweichen Reifen gestartet und habe nach 15 Runden auf die weichen gewechselt. Meinen zweiten Stopp musste ich dann früher einlegen als ich wollte, weil ein Reifen nach dem Unfall mit Michael (Schumacher) hinüber war. Dann musste ich sehr lange mit diesem zweiten Satz von den weichen Reifen fahren, etwas mehr als die halbe Renndistanz. Ich denke, Michael war zu optimistisch mit dem, was er da versucht hat. Es war schade, am Ende noch einen Platz an Felipe (Massa) zu verlieren, aber die Reifen waren dann einfach hinüber, ich konnte mich nicht mehr verteidigen. Wir werden weiter kämpfen, um uns den sechsten Platz in der Team-WM zurückzuholen.“

 

Kamui Kobayashi: 14.

Sauber C30-Ferrari (Chassis 04 / Ferrari 056)

Start auf weichen Reifen, nach 16 Runden Wechsel auf weiche Reifen, nach 29 und 54 Runden Wechsel auf superweiche Reifen.

„Das war ein sehr schwieriges Wochenende für mich. Wir waren eigentlich schnell, auch im Rennen, aber wegen der Verkehrssituation und eines Strategiefehlers in der Safety-Car-Phase ist heute nicht mehr dabei herausgekommen. Ich war sehr überrascht, dass ich eine Durchfahrtsstrafe bekam, denn ich habe keine blauen Flaggen gesehen.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Strecke:

„Ich kann nicht behaupten, dass ich mit diesem einen Punkt zufrieden bin. Ich hatte ein etwas besseres Ergebnis erwartet. Leider kam die Safety-Car-Phase für Sergio zu einem unglücklichen Moment. Was er unter diesen Umständen herausgefahren hat, war dann das maximal Mögliche. Bezüglich Kamui muss ich zugeben, dass wir ihn während der Safety-Car-Phase besser hätten weiterfahren lassen. Allerdings glaube ich, dass er heute auch dann nicht in die Punkte gefahren wäre. Unsere Leistungsfähigkeit war besser als das Bild, das wir abgegeben haben, aber wir sind einfach nicht aus dem Verkehr herausgekommen.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM