Direkt nach dem Grossen Preis von China brach das Sauber F1 Team auf zum Gulf Air Grossen Preis von Bahrain, bei dem auch diesmal wieder die Hitze eine entscheidende Rolle spielen wird. Das Rennen am vergangenen Wochenende in Shanghai brachte für das Schweizer Team gemischte Gefühle. Obwohl Nico Hülkenberg einen WM-Punkt einfahren konnte, blieb auch eine gewisse Enttäuschung zurück. Denn lange Zeit hatte es nach einem besseren Resultat ausgesehen. Trotzdem war es für das Team ein positives Wochenende, weil es gelang, technisch einen Schritt nach vorne zu machen. Esteban Gutiérrez muss nach seinem Unfall in Shanghai das Rennen in Bahrain mit einer Rückversetzung von fünf Plätzen in der Startaufstellung in Angriff nehmen, was an seiner Motivation jedoch nichts ändert.

Nico Hülkenberg (Startnummer 11):
„Ich freue mich auf das Rennen in Bahrain. Dort bin ich 2010 meinen ersten Formel 1-Grand Prix gefahren. Die Strecke gefällt mir gut, und die Stimmung im Fahrerlager ist auch immer etwas ganz Besonderes, wie eine 1000-und-eine-Nacht Atmosphäre. Neben den hohen Temperaturen sind die Bremsen entscheidend, da man mehrmals pro Runde über 300 km/h fährt und dann vor den Kurven sehr hart bremsen muss. Es wird also der übliche Balanceakt zwischen Abtrieb und hoher Geschwindigkeit.“

Esteban Gutiérrez (Startnummer 12):
„Der Grand Prix von China endete für mich in einer Riesenenttäuschung. Ich habe einen Fehler gemacht, der nicht nur mein Rennen beendet hat, sondern ich wurde zudem mit einer Rückversetzung um fünf Plätze bestraft. Das macht das Rennen in Bahrain natürlich nicht einfacher, aber das ändert nichts an meiner Motivation. Ich werde kämpfen und das Beste aus dieser Situation machen. Das China-Wochenende hatte aber auch positive Aspekte. Die technischen Massnahmen, welche die Ingenieure eingeleitet hatten, brachten eine spürbare Verbesserung. Bahrain ist eine weitere heisse Station im Kalender. Es ist zwar nicht so schwül wie in Malaysia, trotzdem muss man in Form sein, um die Hitze während des Rennens gut aushalten zu können. Ich kenne die Strecke in Bahrain aus der GP2-Zeit und finde, dass es ein interessanter Kurs mit einigen sehr herausfordernden Kurven ist. Die Strecke ist vor allem für die Reifen sehr anspruchsvoll, und ich freue mich, dort in einem Formel 1-Auto zu fahren.“

Tom McCullough, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
„Von der technischen Seite betrachtet, war das Rennwochenende in China erfolgreich für unser Team. Die Massnahmen, die wir getroffen haben, waren effektiv, darauf können wir jetzt aufbauen. Die Strecke in Bahrain besteht hauptsächlich aus langen Graden und langsamen bis mittelschnellen Kurven. Die aerodynamische Effizienz und eine starke Performance in den langsamen Passagen der Strecke, sowie gute Traktion sind entscheidende Faktoren. Für die Bremsen ist der Kurs ebenfalls sehr herausfordernd. Die Strecke ist Mitten in der Wüste, und wenn Wind aufkommt, ist der Asphalt oft staubig. Das Wetter ist meist trocken, und die Temperaturen sind hoch, was erheblichen Einfluss auf die Kühlung und das Reifenmanagement hat. Pirelli stellt deshalb die harte und mittlere Reifenmischung zur Verfügung.“

 

Rennstrecke

Bahrain International Circuit / 5,412 km

Renndistanz

57 Runden / 308,238 km

Zeitplan

Qualifying 14:00 Uhr, Rennen 15:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr GMT)

QUELLE: SAUBER F1 TEAM