Das Sauber F1 Team hat in der Qualifikation zum Grossen Preis von China in Shanghai klare Fortschritte gemacht. Die Ingenieure haben nach den ersten beiden Rennen Massnahmen getroffen, die nun eine positive Wirkung gezeigt haben. Nico Hülkenberg hatte sich fürs Q3 qualifiziert, aber entschieden, einen Satz Reifen für das Rennen morgen zu sparen. Er startet von Platz zehn. Da er im Q3 keine gezeitete Runde absolvierte, kann er morgen auf der weichen oder mittleren Reifenmischung starten. Teamkollege Esteban Gutiérrez machte in seiner schnellen Runde der ersten Qualifikation einen Fehler und startet morgen von Platz 18.

Nico Hülkenberg:

Sauber C32-Ferrari (Chassis 01/Ferrari 056)
Qualifikation: 10. in Q3 (1:36,261 min in Q2 /  weiche Reifenmischung)
3. Training: 10. (1:36,853 min / weiche Reifenmischung / 15 Runden)
„Ich denke, das war ein gutes und erfolgreiches Qualifying. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich Platz zehn erreichen würde, dann hätte ich das nicht geglaubt. Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn wir im Q3 versucht hätten, eine schnelle Runde zu fahren. Auf jeden Fall war es eine saubere Runde im Q2. Die Verbesserungen, die das Team nach Shanghai brachte, funktionierten gut. Es war insgesamt ein problemloses Qualifying. Ich war recht zufrieden mit der Balance des Autos, entsprechend freue ich mich aufs Rennen morgen. Es war die richtige Entscheidung, im dritten Qualifying keine schnelle Runde zu fahren und die Reifen zu sparen, was uns nun die Möglichkeit eröffnet, die Reifen für den Start frei zu wählen. Jetzt gilt es, die richtige Entscheidung zu treffen.“

Esteban Gutiérrez:
Sauber C32-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)
Qualifikation: 18. in Q1 (1:37,990 min / weiche Reifenmischung)
3. Training: 17. (1:37,740 min / weiche Reifenmischung / 20 Runden)
„Das ist ein ziemlich enttäuschendes Resultat. Es war sehr schwierig, gleich beim ersten Versuch eine optimal schnelle Runde zu fahren, zumal der Umgang mit den Reifen sehr delikat ist. Ich habe etwas zu viel gewollt und dabei einen kleinen Fehler gemacht, der uns teuer zu stehen kam. Ich werde an mir arbeiten, damit alles, was ich im Auto mache, sehr präzis ist. Es tut mir leid fürs Team, weil es heute locker möglich gewesen wäre, ins Q2 vorzustossen, und dann um den Einzug ins Q3 zu kämpfen. Die Rundenzeiten zeigen das Potenzial des Autos auf, das ist motivierend. Wir müssen nun alles auf den Punkt bringen, und ich muss da meinen Beitrag leisten.“

Monisha Kaltenborn, Teamchefin:
„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Das Team hat während der freien Trainings sehr fokussiert gearbeitet. Unsere Ingenieure haben nach dem letzten Rennen Massnahmen getroffen, die nun ihre Wirkung gezeigt haben. Das ist ein sehr wichtiger Schritt für das Team und bedeutend, um das Potenzial des Autos maximal zu nutzen. Nico hat im zweiten Qualifying eine hervorragende Runde hingelegt, die unseren Fortschritt bestätigt. Wir hoffen, dass Esteban im Rennen Chancen erhält und diese dann auch nutzt.”

Tom McCullough, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:
„Es ist schön, endlich ein trockenes Qualifying zu fahren, um wirklich zu sehen, wo wir im im Vergleich zu unseren Konkurrenten stehen. Seit Anfang der Saison haben wir sehr hart daran gearbeitet, das Auto zu verbessern, was uns ganz offensichtlich gelungen ist. Nico ist im zweiten Qualifying eine tolle Runde gefahren. Wir haben uns entschieden, für das Rennen morgen einen Satz neue Reifen zu sparen und hoffen, dass diese Strategie aufgeht. Leider hat es Esteban nicht in die zweite Qualifikation geschafft. Es war sehr knapp, und ein kleiner Fehler kam uns teuer zu stehen. Aber ich bin mir sicher, dass er daraus lernt.”

 

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