Das Sauber F1 Team blieb im Qualifying in Austin, Texas, klar hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sowohl Sergio Pérez als auch Kamui Kobayashi waren im dritten freien Training am Vormittag schneller gewesen. Der Mexikaner qualifizierte sich vor einem grossartigen Publikum mit vielen Landsleuten als 15. Kobayashi belegte Platz 16 in der Qualifikation zum Grossen Preis der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Qualifikation: 15. in Q2 (1:38.206 min / neue Medium-Reifen)

3. Training: 8. (1.37,415 min / neue Medium-Reifen / 20 Runden) 

„Wir haben gegenüber dem freien Training heute Vormittag abgebaut, und derzeit wissen wir noch nicht wirklich, weshalb das passiert ist. Die Asphalttemperatur war deutlich höher, aber für mich hat das Aufwärmen der Reifen trotzdem nicht besser funktioniert. Mein Auto hatte einen starken Hang zum Übersteuern. Vielleicht haben wir auf die veränderten Streckenbedingungen nicht richtig reagiert. Ich möchte allen Zuschauern danken und vor allem den Mexikanern, die Zeit und Geld für die Reise nach Austin geopfert und Eintrittskarten gekauft haben. In meinem Land reist man immer mit der ganzen Familie, und mir ist bewusst, wie teuer das ist. Ich wünschte, ich hätte heute ein besseres Ergebnis holen können. Morgen werde ich alles geben, um diesen Menschen ein gutes Rennen zu bieten. Wie schwierig es auch sein mag, ich werde um Punkte kämpfen.“

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Qualifikation: 16. in Q2 (1:38.437 min / neue Medium-Reifen)

3. Training: 14. (1.37,953 min / neue Medium-Reifen / 23 Runden) 

„Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend für uns, denn nach dem freien Training konnten wir ein besseres Abschneiden im Qualifying erwarten. Ich fand das Aufwärmen der Reifen am Nachmittag zwar etwas einfacher, aber ich habe trotzdem nicht den Punkt gefunden, an dem die Reifen richtig gut funktionieren. Momentan habe ich dafür noch keine Erklärung. Morgen im Rennen sollte das Problem, die Reifen zum Arbeiten zu bringen, eine geringere Rolle spielen, aber von unseren Startplätzen aus wird es schwierig, ein gutes Ergebnis einzufahren.“

 

Monisha Kaltenborn, Teamchefin:

„Dieses Qualifying-Resultat ist eine grosse Enttäuschung für das gesamte Team. Wir verstehen noch nicht wirklich, was schief gegangen ist. Wir waren nicht in der Lage, die Zeiten aus dem dritten freien Training zu erzielen oder gar zu verbessern. Es ist nun die Sache der Ingenieure, das Problem für das Rennen zu lösen.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Nach dem dritten freien Training haben wir viel mehr erwartet. Wir haben an den Autos nicht viel verändert und gingen sehr zuversichtlich ins Qualifying. Doch beide Fahrer klagten über mangelnde Reifenhaftung. Wir haben entschieden, mehr Runden zu fahren, um den Aufwärmproblemen entgegenzuwirken, aber diese Massnahme hat nicht gebracht, was wir erwartet hatten. Wir hatten weder den Grip noch die Balance wie am Morgen. Wir müssen nun die Daten auswerten, um zu verstehen, was schief gelaufen ist. Das Rennen wird eine eigene Geschichte, aber natürlich sind unsere Startplätze ein grosser Nachteil.“

QUELLE: SAUBER F1 TEAM