Der Grosse Preis von Indien endete enttäuschend für das Sauber F1 Team. Sergio Pérez, der sich als Achter qualifiziert hatte, fiel nach 20 Runden aus. Kamui Kobayashi war als 17. gestartet und kam auf dem Buddh International Circuit als 14. ins Ziel. Er war auf den Geraden einfach nicht schnell genug, um angreifen zu können.

 

Kamui Kobayashi: 14.

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Start auf neuen harten Reifen, nach 36 Runden Wechsel auf neue weiche Reifen

„Das war nicht unser Wochenende hier. Ich hatte im Rennen praktisch immer jemanden vor der Nase, aber einfach nicht das Tempo  zum Überholen. Das war frustrierend. Ich steckte hinter Daniel Ricciardo fest und konnte nichts dagegen tun. Die Situation mit Pastor Maldonado war etwas seltsam. Er hatte mich überholt, kam dann aber plötzlich vor mir auf meine Linie. Ich konnte den Kontakt nicht verhindern. Ich denke, wir sollten uns darauf konzentrieren, in Abu Dhabi ein gutes Wochenende hinzubekommen und dieses hier vergessen.“

 

Sergio Pérez: Aufgabe nach 20 Runden

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Start auf gebrauchten weichen Reifen, nach 14 Runden Wechsel auf gebrauchte weiche Reifen, nach 19 Runden Wechsel auf neue harte Reifen

„Das war heute völlig enttäuschend. Nach nur 14 Runden musste ich zur Box, weil der linke Vorderreifen fürchterliche Blasen warf. Wir wissen noch nicht, warum das so war. Anschliessend wollte ich natürlich Boden gutmachen, habe aber beim Überholen Daniel Ricciardos Frontflügel berührt. Der rechte Hinterreifen löste sich von der Felge und beschädigte das Auto im Heckbereich. Damit war mein Rennen nach 20 Runden endgültig gelaufen.“

 

Monisha Kaltenborn, Teamchefin:

„Dieses Rennen war enttäuschend. Kamui hat hart gekämpft, aber sein Startplatz war ein zu grosser Nachteil. Sergio hatte einen guten Start, bekam dann aber unerwartete Probleme mit dem linken Vorderreifen. Nach einem frühen Boxenstopp hatte er dann noch einen aufgeschlitzten Reifen und schliesslich musste er aufgeben, weil sich etwas am Auto seltsam anfühlte. Unser Ziel, um Platz fünf in der WM der Konstrukteure zu kämpfen, wird nun noch schwieriger.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Sergio war in etwa so schnell wie wir erwartet hatten, musste dann aber früher als geplant stoppen, weil der linke Vorderreifen Blasen warf. In diesem Moment mussten wir auf eine Zweistopp-Strategie umstellen. Er ging dann nochmals auf weichen Reifen raus, hatte dann jedoch einen Kontakt mit dem Auto von Daniel Ricciardo, bei dem er sich einen Reifen aufschlitzte. Anschliessend meldete Sergio Probleme mit dem Heck des Autos, und wir entschieden, ihn aus dem Rennen zu nehmen. Kamui musste von zu weit hinten starten, und obwohl er eigentlich schneller war als Daniel, kam er auf den Geraden nicht vorbei und verlor so in der ersten Rennhälfte zu viel Zeit. Kamui konnte nicht weiter aufholen.“

QUELLE SAUBER F1 TEAM