Der Grosse Preis von Ungarn war keine tolle Vorstellung des Sauber F1 Teams. Nach einem schlechten Qualifying gab es im Rennen auf dem kurvigen Hungaroring keine Chance für die beiden Sauber C31-Ferrari, nach vorn zu fahren. Sergio Pérez war als 14. gestartet und kam auch als 14. ins Ziel. Seine Teamkollege Kamui Kobayashi ging von Position 15 ins Rennen und lag bis zu seinem Ausfall eine Runde vor Schluss (Hydraulik-Leck) direkt hinter Pérez.

 

Das Sauber F1 Team hat in der ersten Saisonhälfte der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 80 Punkte gesammelt und liegt stabil auf dem sechsten Rang der Konstrukteurswertung. Im Fahrerklassement halten beide Piloten vor der Sommerpause einen Platz unter den Top Ten: Pérez ist mit 47 Punkten Neunter, Kobayashi mit 33 Punkten Zehnter.

 

 

Sergio Pérez: 14.

Sauber C31-Ferrari (Chassis 02/Ferrari 056)

Start auf weichen Reifen, nach 21 und 47 Runden Wechsel auf neue Medium-Reifen.

„Ich fürchte, heute gibt es nicht viel zu erzählen. Wir waren hier einfach nicht schnell genug. Wir haben versucht, meinen ersten Boxenstopp hinauszuzögern, um die Strategie zu verändern, aber am Ende gab es einfach kein Rezept, das uns heute in die Punkte gebracht hätte. Das ist schade, aber nach der Sommerpause schlagen wir zurück.“

 

Kamui Kobayashi: Ausfall eine Runde vor Schluss als 15., als 18. gewertet

Sauber C31-Ferrari (Chassis 01/Ferrari 056)

Start auf weichen Reifen, nach 8 Runden Wechsel auf neue Medium-Reifen, nach 40 Runden Wechsel auf weiche Reifen.

„Wir waren hier schlicht zu langsam. Wir kamen hier am ganzen Wochenende nicht zurecht, ich habe mich vor allem mit der mittleren Reifenmischung schwer getan. Beim Start habe ich ein paar Positionen verloren. Ich war ganz links aussen und musste zurückstecken. Schliesslich wurde mir eine Runde vor dem Ziel über Funk gesagt, dass ich wegen eines Hydrauliklecks zur Box kommen muss. Das war es dann.“

 

Monisha Kaltenborn, CEO:

„Angesichts unserer Ausgangslage haben wir heute erreicht, was für uns möglich war. Beide Fahrer haben starke Leistungen gezeigt, aber überholen ist auf dieser Strecke sehr schwierig, was auch andere Piloten akzeptieren mussten. Am Ende haben wir den Preis für ein schwaches Qualifying bezahlt. Daran müssen wir arbeiten.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Das Rennergebnis entspricht letztlich unserer Leistungsfähigkeit an diesem Wochenende. Es ist nicht abschliessend zu sagen, was unter Rennbedingungen maximal möglich gewesen wäre, denn oft steckten unsere Fahrer auch im Verkehr fest. Kamui verlor gleich am Start mehrere Positionen. Wir haben dann seinen Boxenstopp vorgezogen, um dem Verkehr auszuweichen. Das hat ein wenig geholfen. Doch etwa bei Rennhälfte gab es an seinem Auto ein kleines Hydraulik-Leck, das dann immer grösser wurde. Deshalb haben wir entschieden, ihn eine Runde vor Rennende an die Boxen zu holen. Sergio hat am Start eine Position gutgemacht, doch er war immer noch ausserhalb der Punkteränge. Deshalb haben wir uns für eine aggressive Strategie entschieden und liessen ihn lange draussen, um vielleicht nur einmal stoppen zu müssen. Aber die Reifen hielten nicht lange genug, sodass sich dieser Versuch nicht lohnte. Wir haben auch den zweiten Boxenstopp später gemacht. Das ermöglichte Sergio zwar, etwas Boden gutzumachen, aber Punkte hat es dennoch nicht gebracht. Wir müssen akzeptieren, dass wir an diesem Wochenende zu langsam waren und jetzt schnell darauf reagieren.“

 QUELLE: SAUBER F1 TEAM