Der Sauber C31-Ferrari war in der bisherigen Saison auf einer grossen Bandbreite von Strecken schnell. Der Hungaroring aber liegt ihm anscheinend nicht. Beide Sauber F1 Team Fahrer taten sich in sämtlichen freien Trainings schwer, und entsprechend wenig überraschend kam das bescheidene Abschneiden im Qualifying. Sergio Pérez qualifizierte sich als 14. für den Grossen Preis von Ungarn, Kamui Kobayashi wurde 15. Beide Piloten erwartet ein harter Rennsonntag, denn die Strecke vor den Toren Budapests ist geradezu berüchtigt für ihre geringen Überholmöglichkeiten.

 

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 02/Ferrari 056)

Qualifikation: 14. in Q2 (1:21.895 min / neue weiche Reifen)

3. Training: 15. (1.22,597 min / Medium-Reifen / 23 Runden) 

„Mehr war heute nicht drin. Aus irgendeinem Grund kommen wir hier schon am ganzen bisherigen Wochenende nicht zurecht. Wir haben Schwierigkeiten mit der Balance des Autos und bringen auf dieser Strecke hier die Reifen nicht zum Arbeiten. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass uns bezüglich der Balance an meinem Auto nach dem freien Training am Vormittag bis zum Qualifying eine deutliche Verbesserung gelungen ist. In Q1 sah es ja auch gar nicht schlecht aus. Aber das Auto verhält sich nicht konstant, und in Q2 war es unheimlich schwierig, eine optimale Runde hinzubekommen, deshalb habe ich es nicht in Q3 geschafft.“

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 01/Ferrari 056)

Qualifikation: 15. in Q2 (1:22.300 min / neue weiche Reifen)

3. Training: 12. (1.22,387 min / weiche Reifen / 20 Runden) 

„Naja, nachdem wir in allen freien Trainings Schwierigkeiten hatten, kommt das Qualifying-Ergebnis jetzt nicht aus heiterem Himmel. Es wäre fast wie ein Wunder gewesen, wenn wir es in Q3 geschafft hätten. Wir verstehen nicht, weshalb wir auf dieser Rennstrecke die Reifen nicht zum Funktionieren bringen. Das gilt für beide Mischungen, ich finde einfach nicht die nötige Haftung. Vielleicht hängt das mit der Strecke zusammen, mit Bodenwellen oder Staub oder womit auch immer. Das wird ein weiteres hartes Rennen für uns, weil das Überholen hier besonders schwierig ist. Aber wir geben ganz sicher nicht auf und werden morgen unser Bestes geben.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Ein schwieriges Wochenende für uns. Insgesamt haben wir uns bisher hier sehr schwer getan. Im Vergleich zum Freitag haben wir zwar in Bezug auf die Abstimmung deutliche Fortschritte gemacht, um die Reifen zum Arbeiten zu bringen, aber ganz offensichtlich nicht genug. Wenn man die Rundenzeiten anschaut, dann ist Sergio nicht weit weg von Platz vier oder fünf. Kamui hatte noch grössere Schwierigkeiten. Wir gaben wir ihm einen zusätzlichen Satz der weichen Reifen, als wir das realisierten. Wir verstehen nicht wirklich, warum es hier bislang für uns nicht gelaufen ist. Aber Sonntag ist ein anderer Tag,  und wir wissen, dass wir im Rennen stärker sind als im Qualifying.“

QUELLE: SAUBER F1 TEAM