Am Ende des ersten Trainingstages bei wechselhaftem Wetter auf dem Hungaroring war keiner der beiden Sauber F1 Team Fahrer glücklich mit seiner Fahrzeugabstimmung. Im ersten Training am Vormittag hatten sowohl Kamui Kobayashi als auch Sergio Pérez etwa die Hälfte der Zeit für Aerodynamik-Messungen genutzt. Sie verglichen verschiedene Abtriebsniveaus, Kobayashi fuhr ausserdem einen Heckflügelvergleich. Beide Piloten benutzten nur je einen Satz der mittleren Reifenmischung, die beim Grossen Preis von Ungarn die härtere Variante darstellt. Am Nachmittag wollte man die Abstimmungsarbeit vorantreiben sowie die beiden Reifenmischungen vergleichen und bewerten, diese Pläne allerdings machte ein Regenschauer zunichte. Kobayashi hatte im Trockenen wenigstens noch ein paar Runden mit den weichen Reifen fahren können. Pérez wurde durch eine Reparaturpause davon abgehalten.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 01/Ferrari 056)

1. Training: 12. / 1:24.394 min (19 Runden) / 2. Training: 15. / 1:23,841 (28 Runden)

„Die Wetterentwicklung war heute schon etwas überraschend. Wir hatten ein sehr umfangreiches Programm, und mir wären zwei Trainings auf trockener Strecke wirklich lieber gewesen, weil wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben. Aus irgendeinem Grund hatten wir Probleme im Trockenen. Wir verstehen noch nicht, weshalb wir so langsam waren und müssen das untersuchen. Im Nassen waren wir zwar schnell, aber das dürfte uns angesichts der Wettervorhersage wenig nützen.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 02/Ferrari 056)

1. Training: 10. / 1:24.268 min (27 Runden) / 2. Training: 18. / 1:24,623 min (23 Runden)

„Das war ein schwieriger Tag heute. Ich bin bislang noch gar nicht zufrieden. Wir müssen uns jetzt mit den Daten befassen und brauchen ein gutes drittes Training morgen. Meine Rundenzeit im zweiten Training sieht zusätzlich schlecht aus, weil ich es nicht geschafft habe, mit den weichen Reifen zu fahren. Wir hatten ein Bremsproblem, das wir in der Box reparieren mussten.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Das Nachmittagstraining war nicht ganz einfach zu handeln, weil es bei Halbzeit zu regnen begann. Insgesamt gibt es für uns eine Menge zu tun, sowohl in Bezug auf die Performance als auch in Sachen Zuverlässigkeit. An Sergios Auto gab es einige Schwierigkeiten, die Zeit kosteten. Es war hier einfacher als in Hockenheim, die Intermediate-Reifen auf Temperatur zu bringen, allerdings war hier die Strecke abschnittsweise fast trocken. Bei ganz trockener Strecke sind wir noch gar nicht da, wo wir sein wollen. Wir müssen nun alle Daten analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen.“

QUELLE: SAUBER F1 TEAM