Nach einem starken Rennen in Hockenheim, bei dem das Sauber F1 Team mit 20 WM-Punkten sein bisher bestes Saisonergebnis erzielte – Kamui Kobayashi und Sergio Pérez belegten die Plätze vier und sechs – , reist das Schweizer Team mit frischem Selbstvertrauen zum Grossen Preis von Ungarn. Das Rennen in Budapest, das bereits am kommenden Wochenende stattfindet, beschliesst den ersten Teil der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2012 vor der Sommerpause. Kobayashi und Pérez wollen den Speed des Sauber C31 nochmals richtig ausschöpfen. Bei Halbzeit der WM 2012 hat das Sauber F1 Team bereits 80 Punkte auf dem Konto, das sind 36 mehr als in der gesamten vergangenen Saison.

 

 

Kamui Kobayashi (Startnummer 14):

„Früher kamen wir mit Strecken wie dem Hungaroring nicht zurecht, aber mit dem diesjährigen Auto ist das anders. Der Sauber C31 ist auch auf solch kurvenreichen Kursen schnell. Ich denke, dass wir in Ungarn stark sein können. In letzter Zeit hatten wir ein paar Mal Schwierigkeiten, wenn es nass war, aber in Budapest ist das Wetter zum Grand Prix ja meistens sehr gut. Ich freue mich auf jeden Fall auf ein hoffentlich heisses und trockenes Rennwochenende. Das Rennen ist auch deshalb wichtig, weil es das letzte vor der Sommerpause ist. Wer dort ein gutes Resultat erzielt, kann die Pause besonders geniessen. Nach unserem starken Rennen in Hockenheim stehen die Chancen gut, dass uns das gelingt.”

 

Sergio Pérez (Startnummer 15):

„Der Hungaroring ist aussergewöhnlich. Wie der Stadtkurs in Monaco hat er viele Wechselkurven, insbesondere der mittlere Streckenabschnitt hat seine Tücken. Ich mag den Kurs, und die Stadt Budapest gefällt mir auch. Wir müssen weiter intensiv an unserer Leistung im Qualifying arbeiten, damit wir bessere Startpositionen herausholen können. Aus diversen Gründen ging das mehrfach schief. Aber ich bin sicher, dass unser Auto auf der Rennstrecke von Budapest genauso schnell sein kann wie in Hockenheim. Im vergangenen Jahr habe ich es dort in Q3 geschafft, und unser diesjähriges Auto ist erheblich besser als sein Vorgänger. Ich werde alles geben an diesem Wochenende. Ich glaube, dass es für das gesamte Team wichtig ist, in Ungarn noch einmal ein gutes Ergebnis einzufahren, weil wir dann in die Sommerpause verschwinden, und das sollten wir alle in einer positiven Stimmung tun.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Die Strecke in Ungarn verlangt fast so viel Abtrieb wie die in Monaco, es folgt Kurve auf Kurve, und die Geraden sind vergleichsweise kurz. Anders als in Monaco sind die Kurven – überwiegend langsame und mittelschnelle – aber flüssiger. Dafür muss die Fahrzeugbalance passen. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen die Wechselkurven, von denen es gleich mehrere und unterschiedlich schnelle gibt: von der langsamen Schikane bei Kurve sechs bis zur schnellen Passage in den Kurven zwei und drei. Man kann auf dem Hungaroring die Ideallinie kaum verlassen. Das macht das Überholen schwierig und das Qualifying besonders wichtig. Links und rechts der Ideallinie ist der Belag schmutzig. Oft windet es in der Nacht und bläst den Sand  wieder auf die Strecke. Das führt dazu, dass sich das Verhalten der Reifen von Freitag bis Sonntag signifikant verändern kann. Pirelli stellt die weiche und die mittlere Reifenmischung zur Verfügung, das ist jeweils eine Stufe härter als im vergangenen Jahr. Bei niedrigen Temperaturen wäre das eine konservative Wahl, aber es soll ja heiss werden am Rennwochenende, und insofern wird das passen.”

 

 

 

Strecke Hungaroring / 4,381 km
Renndistanz 70 Runden / 306,630 km
Zeitplan Qualifying und Rennen 14:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr UTC)

QUELLE: SAUBER F1 TEAM