Bei sengender Hitze auf dem Stadtkurs von Valencia hat es Sauber F1 Team Fahrer Kamui Kobayashi zum dritten Mal in dieser Saison ins Top-Ten-Qualifying geschafft. Der Japaner qualifizierte sich als Siebter für den Grossen Preis von Europa. Sein Teamkollege, Sergio Pérez, war am Samstag unzufrieden mit der Balance seines Sauber C31-Ferrari. Er qualifizierte sich als 15., hat für das morgige Rennen aber dennoch grosse Hoffnungen.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 01/Ferrari 056)

Qualifikation: 7. in Q3 (1:38.741 min / neue weiche Reifen)

3. Training: 11. (1.39,358 min / weiche Reifen / 19 Runden) 

„Ich bin zufrieden mit meinem Auto und mit dem Ergebnis, das Team hat sehr gute Arbeit geleistet. Die Rundenzeiten liegen wahnsinnig eng beisammen. Wenn du dir irgendwo den kleinsten Fehler leistest, landest du nirgendwo. Meine Runde war in Ordnung, und ich denke, mehr als eine weitere Zehntelsekunde hätte ich auf keinen Fall herausholen können. Es hat sich definitiv gelohnt, im Top-Ten-Qualifying noch einmal richtig anzugreifen, dadurch haben wir drei Autos hinter uns lassen können. Wir haben uns bemüht, alles auf die hohen Temperaturen hier abzustimmen, und das hat gut geklappt.  Eines unserer Ziele war, die Leistung im Qualifying zu verbessern, das haben wir heute erreicht. Jetzt müssen wir diesen Schwung und diese Kraft mit ins Rennen nehmen, ich traue uns das zu.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 02/Ferrari 056)

Qualifikation: 15. in Q2 (1:39.358 min / neue weiche Reifen)

3. Training: 6. (1.39,084 min / weiche Reifen / 20 Runden) 

„Ich bin von meinem Qualifying natürlich enttäuscht, aber ich habe allen Grund, trotzdem zuversichtlich für das Rennen zu sein, weil wir mit Hinblick auf den Sonntag ein paar Änderungen vorgenommen haben, die uns allerdings heute Nachmittag nicht halfen. Ich glaube, dass sie sich über die Distanz auszahlen werden. Im Qualifying war die Balance meines Autos für mich nicht gut, es hat sich etwas unberechenbar angefühlt. Für das Rennen hoffe ich, dass wir ein konstant hohes Tempo gehen können und die Strategie aufgeht. Wir müssen da jetzt eher aggressiv herangehen, und wir haben bereits gezeigt, dass wir das umsetzen können.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Wie vermutet war die Leistungsdichte zwischen den einzelnen Autos enorm. Für uns hat sich die Arbeit der vergangenen Nacht ausgezahlt, wir waren heute näher an der Spitze als gestern. Unser Ziel war wiederum der Einzug ins Top-Ten-Qualifying, aber wir wussten, dass das alles andere als einfach werden würde. Sergio tat sich heute schwer und hatte einige Probleme, es in den zweiten Qualifying-Abschnitt zu schaffen, dann verpasste er den Sprung ins Q3. Natürlich wird es für ihn von Position 15 aus ein schwieriges Rennen. Kamui seinerseits gelang in Q1 mit den härteren Reifen eine gute Runde, die es uns erlaubte, einen Satz der weichen Reifen zu sparen. Diesen Satz konnten wir dann in Q2 optimal einsetzen, als die Strecke zu Beginn wohl eher etwas besser war. Kamui schafftte es so ins Q3, wo wir dann einen aggressiven Ansatz wählten und bis kurz vor Schluss warteten. Kamui legte dann eine sehr gute Runde  hin. Der siebte Platz reflektiert in etwa, wo wir aktuell stehen. Kamui hat damit eine gute Ausgangslage fürs Rennen.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM