Nach einem viel versprechenden ersten Trainingstag bei kühler Witterung hat es am Samstag bei deutlich höheren Temperaturen in Montreal keiner der beiden Sauber F1 Team Piloten ins dritte Qualifyingsegment geschafft. Kamui Kobayashi verpasste den Einzug in Q3 um 0,008 Sekunden und qualifizierte sich als Elfter für den Grossen Preis von Kanada. Sergio Pérez hatte sich Bremsplatten eingefahren und kam in Q2 nicht über Platz 15 hinaus.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Qualifikation: 11. in Q2 (1:14.688 min / neue super weiche Reifen)

3. Training: 13. (1.15.126 min / super weiche Reifen / 24 Runden) 

„Das war heute unheimlich eng, um 0,008 Sekunden habe ich letztlich die Teilnahme am Top-Ten-Qualifying verpasst. Ungeachtet dessen denke ich, dass wir am Freitag im Training, als es kühler war, im Vergleich zur Konkurrenz stärker waren als heute. Die Balance meines Autos war gestern schon gut, und wir haben sie nicht verändert. Meine schnellste Runde war auch in Ordnung, ich hatte da keine Fehler drin. Also denke ich, ich habe herausgeholt, was für uns drin war. Anscheinend sind die anderen im Verhältnis zu uns besser geworden. Die Reifen sollten im Rennen recht haltbar sein, da mache ich mir keine Sorgen. Für Sonntag sind erneut hohe Temperaturen angekündigt, und auf dieser Strecke mit der langen Geraden und mit Hilfe des DRS kann man überholen. Ich denke, wir können uns auf einen spannenden Grossen Preis von Kanada freuen.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Qualifikation: 15. in Q2 (1:15.156 min / neue super weiche Reifen)

3. Training: 12. (1.15.112 min / super weiche Reifen / 21 Runden) 

„Mich nur als 15. qualifiziert zu haben, ist eine herbe Enttäuschung für mich, ein Platz unter den ersten Zehn wäre auf jeden Fall drin gewesen. Leider habe ich mir am Ende von Q2 auf der ersten Runde mit dem frischen Satz der super weiche Reifen beim Anbremsen von Kurve acht zwei Bremsplatten eingefahren. Danach hat das Auto heftig vibriert, ich konnte kaum noch die Bremspunkte sehen. Die Ausgangssituation ist schwierig für das Rennen, aber ich will trotzdem Punkte holen, das ist das Ziel.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Einerseits bin ich enttäuscht, dass wir es nicht ins Qualifying der besten Zehn geschafft haben, andererseits muss man auch sehen, wie eng alles zusammen liegt. In Q2 war Kamui auf  Position elf gerade  mal eine halbe Sekunde langsamer als Sebastian Vettel, der Schnellster war. Beide unsere Piloten haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie überholen können, also dürfen wir uns auf ein spannendes Rennen freuen.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Heute hat die besondere Charakteristik dieser Strecke mit ihren eigenen aerodynamischen Anforderungen das Feld ein wenig durchgemischt. Aber geblieben ist die Tatsache, dass das Feld sehr eng beisammen  liegt. Und diesmal haben wir den Kürzeren gezogen. Platz elf für Kamui ist immer noch eine gute Startposition. Sergio hat sich Bremsplatten eingehandelt und konnte deshalb nicht das Maximum aus dem Auto  herausholen. Aber er hat in Monaco, wo er aus der letzten Startreihe losfuhr, bewiesen, dass er kämpfen kann. Es gibt für uns durchaus gute Gründe, dieses Rennen positiv anzugehen.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM