Die schnellste Rennrunde ist ein schwacher Trost für das Sauber F1 Team nach dem Grossen Preis von Monaco. Sergio Pérez war aus der letzten Reihe gestartet, zeigte ein starkes Rennen und kam als Elfter ins Ziel. Sein Teamkollege, Kamui Kobayashi, schied nach sechs Runden wegen einer beschädigten Radaufhängung am Sauber C31-Ferrari aus. Der Japaner war in der ersten Kurve in einen Unfall verwickelt worden.

 

Sergio Pérez: 11.

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Start auf neuen superweichen Reifen, nach 34 Runden Wechsel auf neue weiche Reifen. 

„Wir waren hier sehr schnell, aber von meinem 23. Startplatz aus war es schwierig, sich nach vorn zu arbeiten. Nach der Durchfahrtsstrafe konnte ich ein paar Positionen gutmachen, aber im Grunde ging mein Rennen gestern im Qualifying verloren. Im Rennen heute hatten wir auf Regen gehofft, es fielen aber nur ein paar Tropfen. Es ist sehr schade, dass wir hier nicht mehr erreicht haben, aber wir sollten das bei den kommenden Rennen nachholen können, denn unser Auto ist schnell.“

 

Kamui Kobayashi: Ausfall nach sechs Runden

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Start auf neuen superweichen Reifen, nach einer Runde Wechsel auf neue weiche Reifen. 

„Ich hatte einen klasse Start. Ich kämpfte mit Sebastian Vettel und hätte vielleicht an ihm dranbleiben können, heute lag wirklich ein gutes Ergebnis drin. Romain Grosjean rutschte erst auf die Innenseite der Strecke und kam dann plötzlich nach aussen zurück. Ich versuchte, ihm auszuweichen, aber er stand wohl nicht auf der Bremse. Sein Auto traf mein Hinterrad und beschädigte die Aufhängung. Mit einem Fahrrad wäre ich da vielleicht durchgekommen, aber für mein Auto war da einfach kein Platz mehr. Letztlich war es dann zu gefährlich, mit dem Schaden weiterzufahren, und ich musste aufgeben.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Sergio fuhr nicht nur die schnellste Rennrunde, er war über weite Strecken der schnellste Mann im Feld. Das zeigt deutlich, was man erreichen könnte, wenn alles passt. Nun liegt es am ganzen Team, diese Möglichkeiten erfolgreich umzusetzen.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Nach diesem Rennen weiss man gar nicht, ob man lachen oder heulen soll. Einerseits freuen wir uns, dass unser Auto so schnell ist, zumal auf einer Strecke, die uns in der Vergangenheit nicht unbedingt lag. Auf der anderen Seite waren wir immer mittendrin, wenn irgendwas schief ging. Kamui hatte einfach Pech, dass er in der ersten Kurve von Romain Grosjeans Lotus getroffen wurde. Dabei wurde eine Radaufhängung derart beschädigt, dass wir Kamui nach sechs Runden reinholen mussten. Sergio verdient Respekt dafür, dass er angesichts des schlechten Startplatzes und dichten Verkehrs nicht aufgebeben hat. Er hat ein paar gute Überholmanöver gezeigt. Von Strategieseite her haben wir ihm nicht gerade geholfen. Der ideale Zeitpunkt für seinen Reifenwechsel von der superweichen auf die weiche Mischung wäre früher gewesen. Aber wir erwarteten mehr Regen und haben ihn deshalb noch etwas länger fahren lassen. Später im Rennen wiederum war es ein Vorteil für ihn, dass er frischere Reifen hatte als andere. Unterm Strich muss man sagen: Wir wollten hier ganz klar Punkte holen und haben keine.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM