Während Kamui Kobayashi als Zwölfter in Q2 knapp den Einzug ins Top-Ten-Qualifying zum Grossen Preis von Monaco verpasste, war Sergio Pérez bereits unterwegs ins Krankenhaus. Die vorsorgliche Untersuchung ist Pflicht, sie ergab keinerlei Befunde, und der Mexikaner konnte das Hospital danach gleich wieder verlassen. Er war auf seiner allerersten fliegenden Runde in Q1 an eine Leitplanke angeschlagen. Kobayashi hatte in Q1 auf neuen superweichen Reifen einen viel versprechenden zweiten Platz belegt. In Q2 verbesserte er sich mit einem weiteren Satz der superweichen Pneus noch um anderthalb Zehntelsekunden, verfehlte aber dennoch einen Platz unter den ersten Zehn.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Qualifikation: 12. in Q2 (1:15.508 / neue superweiche Reifen)

3. Training: 13. (1.16.311 min / weiche Reifen / 19 Runden) 

„Natürlich hatte ich mir heute ein besseres Ergebnis erhofft. Mit den superweichen Reifen hat man nur einen Schuss, auf der ersten Runde sind sie am besten. Ich konnte mich in Q2 zwar verbessern, aber leider nicht genug, um in Q3 starten zu können. Nichtsdestotrotz ist das Auto gut, und es wird auch im Rennen gut sein. Ich denke, wir können uns morgen steigern. Viel hängt natürlich von der Rennstrategie ab, und im Falle von Safety-Car-Phasen, die es ja in Monaco schnell geben kann, braucht man auch etwas Glück mit dem Timing. Ich bin optimistisch, dass wir morgen anständig punkten können.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Qualifikation: keine Rundenzeit / Unfall in Q1

3. Training: 9. (1.16.110 min / weiche Reifen / 14 Runden) 

„Ich bin enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, wir könnten hier um einen sehr guten Startplatz kämpfen. Wir analysieren noch, ob etwas mit dem Auto nicht stimmte. Ich war auf meiner ersten Runde und fuhr noch nicht am Limit. Als ich in den Tunnel fuhr, hat mein Auto untersteuert. Dann kamen die Kurven 13 und 14. In Kurve 13 war alles in Ordnung, aber in Kurve 14 habe ich das Auto nicht zum Einlenken gebracht, und so ging es einfach geradeaus.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Ich habe ein viel besseres Ergebnis erwartet und bin entsprechend enttäuscht.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Unser Auto ist definitiv besser als das, was wir heute gezeigt haben, wir sind sehr enttäuscht. Wir wissen noch nicht, wie es zu Sergios Unfall kam. Wir untersuchen, ob ein Problem mit dem Auto vorlag. Kamui ist in Q2 keine optimale Runde gelungen. Das Feld liegt sehr eng beisammen, und unsere Ausgangslage erschwert das Rennen morgen erheblich. Aber wir sind in Monaco, hier kann alles passieren, wir geben nicht auf.“

 QUELLE: SAUBER F1 TEAM