Das Sauber F1 Team hat zehn weitere WM-Punkte auf dem Konto. Kamui Kobayashi kam beim Grossen Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona als Fünfter ins Ziel. Der Japaner war von Position neun aus gestartet, nachdem er am Vortag wegen eines Hydraulikproblems im letzten Qualifyingsegment nicht hatte fahren können. In einem starken Rennen holte er auf und bot exzellente Überholmanöver. Die Formkurve des Sauber C31-Ferrari zeigt mit dem neuen Aerodynamik-Paket nach oben. Sergio Pérez holte allerdings keine Punkte. Er war von Startplatz fünf ins Rennen gegangen und fiel wegen eines Defekts im Antriebsstrang aus.

 

Kamui Kobayashi: 5.

Sauber C31-Ferrari (Chassis 03/Ferrari 056)

Start auf neuen weichen Reifen, nach 8 Runden Wechsel auf neue harte Reifen, nach 26 Runden neue harte Reifen, nach 41 Runden gebrauchte harte Reifen. 

„Das Team hat einen super Job gemacht, das neue Aerodynamik-Paket funktioniert sehr gut. Der Speed im Rennen war ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem letzten Grand Prix. Heute hätte ich auf das Podium fahren können, wenn ich gestern nicht dieses Pech im Qualifying gehabt hätte. Wenn man als Neunter losfährt, kann man mit Platz fünf eigentlich zufrieden sein, aber das Auto hatte mehr Potenzial. Ich steckte halt im Verkehr, und das Überholen war nicht so einfach. Auf den Geraden war ich nicht nah genug, um das DRS zu benutzen, also musste ich etwas mehr Risiko eingehen und in Kurven angreifen. Ich habe meine Reifen im letzten Rennabschnitt mächtig geschunden. Die Leistungsdichte ist momentan wirklich sehr hoch. Wenn man nach vorn will, muss man am ganzen Wochenende einfach alles richtig machen. Das ist Pastor (Maldonado) gelungen. Das letzte Mal, dass ich als Fünfter ins Ziel kam, war 2011 in Monaco, und ich freue mich schon sehr auf das Rennen dort in zwei Wochen.“

 

Sergio Pérez: Ausfall in Runde 38 (Antrieb)

Sauber C31-Ferrari (Chassis 04/Ferrari 056)

Start auf gebrauchten weichen Reifen, nach 1 Runde Wechsel auf neue harte Reifen, nach 17 Runden neue harte Reifen, nach 37 Runden gebrauchte harte Reifen.   

„Wir hatten beim Start grosses Pech. In der ersten Kurve hatte ich einen Weg an Romain (Grosjean) vorbeigefunden, aber dann hat er mich getroffen, und ich musste nach der ersten Runde an die Box. Danach war ich Letzter und konnte nicht mehr richtig aufholen. Später fiel ich wegen eines Problems im Antriebsstrang aus. Was auch immer heute passiert ist, es ist vorbei, und ich konzentriere mich auf das kommende Rennen in Monaco, denn das ist für mich ein ganz besonderer Grand Prix.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Herzlichen Glückwunsch an Pastor Maldonado zu einem tollen Rennen und dem grossen Sieg. Was unser Team betrifft, habe ich gemischte Gefühle, weil Sergio seine tolle Ausgangslage nicht nutzen konnte. Kamui fuhr ein grossartiges Rennen. Er steckte zwar lange im Verkehr, war aber dann in der Lage, sowohl Jenson Button als auch Nico  Rosberg mit zwei starken Manövern zu überholen. Er gewann so zehn wichtige WM-Punkte. Dieses Rennen zeigte auch, dass unser Entwicklungspaket die erhoffte Verbesserung darstellt, das stimmt mich im Hinblick auf die kommenden Einsätze optimistisch. Ein grosses Dankeschön ans gesamte Team, auch an die Mitarbeiter in der Fabrik.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke:

„Sergios Rennen war im Grunde bereits in Runde eins gelaufen, als er in einen Rennzwischenfall verwickelt wurde. Wir haben dann auf eine Zweistopp-Strategie mit harten Reifen umgestellt, aber Sergio musste sein Auto später mit einem Antriebsschaden abstellen, den wir noch analysieren müssen. Kamui war von Anfang an auf einer Dreistopp-Strategie. Weil er von Jenson Button aufgehalten wurde, haben wir den ersten Stopp vorgezogen, doch wir verloren einige Zeit, weil sich das vordere linke Rad nicht schnell entfernen liess. Wir haben dann auch  den dritten Stopp vorgezogen, aber Kamui war immer noch hinten. Es war ein  langer letzter Stint, und Kamui musste entscheiden, wie er die Reifen am besten nutzt. Er hat es dann geschafft, Jenson Button und Nico Rosberg zu überholen. Er ist ein ausgezeichnetes Rennen gefahren.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM