Das Sauber F1 Team macht ernst in Sachen Umweltschutz: Am 3. April 2012 wurde das Umweltmanagement-System der Sauber-Gruppe nach ISO 14001 zertifiziert. Die Übergabe des Zertifikats fand am heutigen Dienstag am Firmensitz in Hinwil statt. ISO 14001 ist die weltweit am stärksten verbreitete Norm in diesem Bereich. Mit der Zertifizierung wird dem Team bescheinigt, sämtliche Anforderungen dieser Norm zu erfüllen.

 

Der Aufbau des Umweltmanagement-Systems begann vor gut einem Jahr mit einer umfassenden Risikoanalyse und Bewertung. Unter Einbeziehung sämtlicher Mitarbeitenden wurde auf organisatorischer, technischer und operativer Ebene ein Regelwerk entwickelt, welches den nachhaltigen Schutz der Umwelt sicherstellt.

 

„Die Zertifizierung unseres Umweltmanagement-Systems freut uns sehr. Sie ist Bestätigung dafür, dass wir dieses Thema mit hoher Priorität behandeln“, erklärt CEO Monisha Kaltenborn.

 

Die Sauber-Umweltpolitik definiert Grundsätze und Leitlinien für umweltgerechtes Handeln wie folgt:

 

 

 

  • Das Thema „Umwelt“ wird zur Führungsaufgabe gemacht.
  • Einbeziehung und Befähigung aller Mitarbeitenden.
  • Reduzierung des Energieverbrauchs und Substitution von fossilen Energieträgern durch erneuerbare Energie.
  • Reduzierung des Materialverbrauchs und konsequentes Recycling von Altstoffen.
  • Transfer von Wissen in ökologische Mobilitätskonzepte im Rahmen von Drittprojekten.
  • Einbeziehung von Lieferanten und Kunden in die Aktivitäten.
  • Maximale Transparenz gegenüber Mitarbeitenden, Behörden und Partnern (Bestandsaufnahme, Ziele, Bewertung).

 

Nebst Aufbau und Zertifizierung des Umweltmanagement-Systems resultierten aus der Umsetzung der Umweltpolitik weitere Projekte wie beispielsweise der Bau und die Inbetriebnahme eines Solarparks am Firmensitz in Hinwil in Zusammenarbeit mit Partner Oerlikon. Die aktuelle Planung sieht vor, dass noch in diesem Sommer Solarstrom produziert wird.

 

Für das Jahr 2012 wurden weitere Ziele festgelegt:

 

  • Reduzierung und Neutralisierung/Kompensation aller durch das Unternehmen verursachten Treibhausgase.
  • Signifikante Reduzierung des Stromverbrauchs.
  • Verbesserung der Umweltleistung im Frachtbereich: Ein Teil der an den Rennstrecken benötigten Infrastruktur wird neuerdings auf dem Seeweg (anstelle per Luftfracht) transportiert.

 

Monisha Kaltenborn: „Ende 2010 sind wir das Thema Umwelt mit der Erarbeitung einer Umweltpolitik erstmals systematisch angegangen. Es ist offensichtlich, dass die Belastung der Umwelt zu einer zentralen Herausforderung für unsere Gesellschaft geworden ist. Mit der Umsetzung unserer Umweltpolitik wollen wir uns dieser Herausforderung stellen und unsere ökologische Verantwortung wahrnehmen.“

 

Das Thema Umweltschutz hat bei Sauber eine lange Tradition. Bereits seit 20 Jahren nutzt das Team beispielsweise die Fernwärme einer nahe gelegenen Verbrennungsanlage zum Heizen des Hauptgebäudes und seit 2004 auch des Windkanals. Der Stromverbrauch des Teams wird zu etwa 50 Prozent aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft) gedeckt.

 

Kaltenborn führt aus: „Während auf der einen Seite einzelne Massnahmen wie die Fernwärme-Nutzung, das Solarpark-Projekt oder die partielle Umstellung auf Seefracht grosse und auf den ersten Blick erkennbare Beiträge leisten, bildet auch die Summe vieler kleinerer Anpassungen einen signifikanten Fortschritt. Hierzu war es wichtig, alle Mitarbeiter des Unternehmens einzubinden, und das hat Wirkung gezeitigt.“

 QUELLE: SAUBER F1 TEAM