Sauber absolvierte in Jerez einen sorgenfreien ersten Testtag, dann begannen die Probleme – Peter Sauber ist gespannt auf den letzten Test

Im Rahmen der ersten Testwoche des Jahres 2012 begann auch für das Schweizer Sauber-Team der Ernst im Vorfeld der neuen Formel-1-Saison. Mit Ausnahme von Mercedes, HRT und Marussia (letztere waren überhaupt nicht anwesend) traten in Jerez alle Teams mit ihren neuen Boliden an.

Sauber hatte den C31 am Montag in Jerez der Weltöffentlichkeit vorgestellt und nahm tags darauf mit Kamui Kobayashi das Testprogramm auf. “Für uns begannen die Testfahrten nach Plan”, urteilt Teamchef Peter Sauber. “Kobayashi fuhr am Dienstag über 100 Runden, was für einen ersten Testtag sehr erfreulich war.”

“In der Folge lief es dann nicht mehr ganz so rund”, bemerkt der Schweizer in seiner Kolumne für ‘Blick’. “Ein Benzindruckproblem, ein verschmutzter Getriebeölfilter und ein Hydraulik-Ölleck sorgten im Laufe der Woche für einige Wartezeiten in den Boxen.”

Durch den so entstandenen Zeitverlust kam Kobayashis Teamkollege Sergio Perez am Mittwoch nur auf 68 Runden, am Donnerstag waren es gar nur deren 48, bevor der Japaner für den Schlusstag erneut das Steuer übernahm und dem C31 nochmals 76 Umläufe aufbrummte. In puncto Laufleistung ließ man von den 2012er-Boliden nur jene von Red Bull und Ferrari hinter sich.

Als positive Erkenntnis der Tests stellt Sauber heraus, “dass wir bereits am Mittwoch eine neue Heckpartie testeten und dabei eine Menge Daten sammeln konnten”. Für die kommende Testwoche, die vom 21. bis 24. Februar in Barcelona angesetzt ist, sind Runden mit weiteren neuen Teilen geplant. “Beim letzten Test vom 1. bis 4. März planen wir, ein umfangreiches Entwicklungspaket zu bringen”, offenbart Sauber. Das Schweizer Team verfolgt damit dieselbe Strategie wie die Top-Teams.

So ist auch dem 68-Jährigen klar, dass alle Gegner “bis zum ersten Rennen mit Hochdruck arbeiten werden”. Der Sauber-Teamchef ist schon jetzt auf den dritten und letzten Test dieses Winters (ebenfalls in Barcelona) gespannt und schlussfolgert: “Erst beim allerletzten Test, wenn die Teams die technischen Updates für den Start in Melbourne ausprobieren, lichtet sich der Nebel der Ungewissheit.” Bis dahin sei “jeder Versuch, eine Rangliste zu erstellen, nicht mehr und nicht weniger als Kaffeesatzlesen”, wie der Schweizer betont.