Beide Sauber F1 Team Fahrer zeigten beim Grossen Preis von Abu Dhabi starke Leistungen, die am Ende mit einem WM-Punkte belohnt wurden. Kamui Kobayashi, der als 16. gestartet war, kam beim vorletzten Rennen der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2011 als Zehnter ins Ziel. Der eine Punkt reichte am Renntag zumindest zur Verteidigung von Platz sieben in der Konstrukteurswertung. Sergio Pérez, der sich als Elfter qualifiziert hatte, konnte seine Startposition nicht wirklich ummünzen. Ein Zwischenfall in der ersten Runde brockte ihm einen frühen Boxenstopp ein. Pérez kam als Elfter ins Ziel und verpasste somit knapp die Punkteränge.

 

Kamui Kobayashi: 10.

Sauber C30-Ferrari (Chassis 01 / Ferrari 056)

Start auf mittlerer Reifenmischung, nach 5 und nach 33 Runden Wechsel auf weiche Reifen

„Ich bin froh, heute diesen Punkt geholt zu haben. Ich hatte eine ziemlich lange Durststrecke ohne Zähler, und es war wichtig für mich, diese Phase zu beenden. Ich hatte einen wirklich guten Start und konnte in der ersten Runde fünf Plätze gutmachen. Das war mehr als ich von den Reifen erwartet hatte. Ich war mit der mittleren Reifenmischung gestartet. Ich war ja nur 16. in der Startaufstellung, und das ist ganz klar eine Position, von der aus man strategisch etwas riskieren muss. Wir wussten aber, dass die Anfangsphase für mich dadurch schwierig werden würde, und es war nicht wirklich abzusehen, wie lange diese Reifen halten würden. Sie liessen schon nach ein paar Runden nach. Ich habe drei Positionen verloren, ehe ich nach fünf Runden zum Wechsel auf weiche Reifen fuhr. Ich denke, insgesamt haben wir heute ein gutes Rennen abgeliefert.“

 

Sergio Pérez: 11.

Sauber C30-Ferrari (Chassis 03 / Ferrari 056)

Start auf weichen Reifen, nach 2 Runden Wechsel auf mittlere Reifenmischung, nach 27 Runden Wechsel auf weiche Reifen

„Ich hatte mir vom heutigen Rennen mehr erhofft. Es ist sehr schade, was in der ersten Runde passiert ist: Vor Kurve sieben gab es einen Stau und ich konnte nicht mehr verhindern, das Auto von Adrian Sutil zu treffen. Auf Anhieb war gar nicht klar, wie gross der Schaden ist, aber dann sagte mir das Team, dass mein Frontflügel gebrochen sei, und ich bin nach zwei Runden an die Box gefahren. Wir haben uns anlässlich des Nasenwechsels für die mittlere Reifenmischung entschieden. Zum Ende des Rennens, mittlerweile war ich wieder mit weichen Reifen unterwegs, lag ich eine Zeit lang an zehnter Position, aber dann bauten die Reifen sehr stark ab und ausserdem hat das KERS in den letzten zwölf Runden nicht mehr funktioniert.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Beide Piloten sind heute sehr beherzt gefahren und haben über weite Strecken des Rennens sehr gute Rundenzeiten erzielt. Es ist gut, dass wir heute einen Punkt geholt haben, aber wir haben nicht das maximal Mögliche herausgeholt. Sergios Rennen wurde durch den frühen Boxenstopp für den Wechsel des Frontflügels beeinträchtigt, und Kamui wurde bei seinem zweiten Stopp nicht optimal abgefertigt. Unser Tempo im Rennen stimmt mich aber zuversichtlich.“

 

Giampaolo Dall’Ara, Leitender Ingenieur an der Strecke:

„Die Anfangsphase des Rennens war nicht einfach für uns, weil Sergio mit einem Force India aneinandergeraten war. Dabei brach der Pylon des Frontflügels, und Sergio musste nach zwei Runden an die Box kommen. In der Konsequenz des frühen Stopps mussten wir unsere Strategie ändern. Geplant waren zwei Stints mit den weichen Reifen und am Ende der Einsatz der mittleren Mischung. Unter den neuen Voraussetzungen haben wir schon beim ersten Stopp auf Medium umgerüstet. Das hat funktioniert. Sergio drang wieder in die Punkteränge vor, aber dann fiel sein KERS aus, und er liess Kamui vorbei. Bei Kamui waren wir zu Anfang des Rennens zu optimistisch, er war auf der mittleren Mischung gestartet. Als wir realisierten, dass er Probleme mit der Reifenhaftung hat, haben wir ihn früher als geplant zur Box geholt. Das war bezüglich der Reifen gut, brachte ihn aber in dichten Verkehr. Er fuhr ein gutes Rennen, hat aggressiv überholt und am Ende einen wohlverdienten Punkt geholt, welcher der Moral im Team gut tut.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM