Seit Juli hat Kamui Kobayashi keine Punkte mehr geholt – Mit dem in Japan erstmals eingesetzten neuen Aerodynamikpaket soll nun die Pleitenserie enden

Kamui Kobayashi war der Aufsteiger der vergangenen Saison. Doch beim einsatzfreudigen Japaner ist seit einigen Rennen Sand im Getriebe. Im Qualifying vermag er im Gegensatz zu seinem Rookie-Teamkollegen Sergio Perez kaum zu glänzen, was ihm im Rennen meist das Leben schwer macht. Beim Heimrennen in Japan klappte es dann endlich mit einem Top-10-Startplatz und prompt verpatzte Kobayashi den Start – die Punkte waren somit außer Reichweite.

Durch einige gute Rennen in der ersten Saisonhälfte hält Kobayashi derzeit bei 27 WM-Punkten – in den vergangenen fünf Grands Prix ging er aber stets leer aus. Er weiß, dass die bittere Serie endlich abreißen muss: „Wir benötigen einen Aufschwung. Suzuka war ein kleiner Aufschwung, aber für mich nur im Qualifying“, spielt er auf sein enttäuschendes Rennen an, bei dem sein Teamkollege von Startplatz 17 auf Platz acht nach vorne fuhr.

„Sergio leistete großartige Arbeit, deswegen entstand dieser Eindruck“, meint Kobayashi. „Ich muss im Rennen aber wirklich ein paar Punkte holen.“ Die Vorzeichen für Südkorea stehen nicht schlecht: Technikchef James Key brachte in Japan ein neues Aerodynamikpaket, das den hohen Erwartungen entsprach. Der Sauber-Bolide dürfte damit wieder ein absoluter Punktegarant sein.

„Das Suzuka-Update war ziemlich gut“, weiß der Japaner. „Die Performance des Autos hat sich damit definitiv verbessert.“ Jetzt hofft er, dass die Streckenbedingungen seinem Fahrstil entgegenkommen: „Im Vorjahr war die Strecke ziemlich rutschig, daher müssen wir an die Reifen denken. Hoffentlich haben wir mehr Grip, das würde allen helfen, aber mit den Mischungen supersoft und soft ist es etwas knifflig.“

Eines ist jedenfalls klar: In Yeongam kann Kobayashi wieder befreit aufgeigen, denn während des Japan-Wochenende lastete enormer Druck auf seinen Schultern. „Suzuka war hart“, gibt Kobayashi offen zu.