Nach einigen schwachen Rennen rechnet Sauber-Technikchef James Key dank des Japan-Pakets mit einem Saison-Endspurt gegen Renault, Force India und Toro Rosso

Sauber hatte zuletzt deutlich an Boden verloren, doch das neue Aerodynamikpaket, das in Japan seine Premiere feierte, zeigte ermutigende Ergebnisse. Lokalmatador Kamui Kobayashi schaffte es in Suzuka ins Top-10-Qualifying, Sergio Perez fuhr von Startplatz 17 überraschend auf Platz acht in die WM-Punkteränge.

Und Technikchef James Key zeigt sich mit den Folgen der neuen Entwicklungen hochzufrieden: „Wenn man neue Teile hat, dann weiß man ja nie genau, aber alles funktioniert wie erwartet. Die Zahlen und Daten, die wir durch unsere Vergleichstests erhoben haben, sehen korrekt aus.“

Der Brite glaubt, dass das neue Paket Potenzial birgt, das man erst bei den kommenden Rennen sehen wird: „Das ist so eine weitgefächerte Sache und wir haben das Auto noch immer nicht hundertprozentig dort, wo wir hinwollen, die Balance passt noch nicht ganz und so weiter. Da kommt noch mehr, es kommen noch ein paar neue Teile.“

Der ehemalige Force-India-Mann glaubt, dass Sauber damit auch in der Konstrukteurs-WM Meter machen kann, zumal man ja zuletzt von seinem Ex-Team überholt wurde: Die Inder liegen derzeit elf Punkte vor dem siebtplatzierten Sauber-Rennstall, Toro Rosso fehlen elf Punkten auf die Schweizer. „Wenn wir auch in den kommenden Rennen die Performance von Japan erwarten können, dann sind wir bald wieder auf Kurs.“

Key ist der Meinung, dass bis zu Platz fünf derzeit noch alles möglich ist. „Es gibt vier Teams, die bis zum Saisonende hart miteinander kämpfen werden“, nimmt er auch Renault in die Rechnung auf, auch wenn Sauber derzeit 32 Zähler auf das Team aus Enstone fehlen. „Sie sind zwar noch außer Reichweite, aber was das Tempo angeht, unterscheiden sie sich nicht wirklich von uns.“