Die Aerodynamik-Updates bei Sauber zeigten in Japan Wirkung: Kann das Team den Aufwärtstrend auf der Strecke in Yeongam aufrechterhalten?

Der Sauber lief mit den neuen Teilen in Suzuka deutlich besser. Sergio Perez stellte einen klaren Fortschritt unter Beweis, indem er die zweitschnellste Runde des Rennens fuhr und mit Platz acht wertvolle Punkte holte. Dieser Aufwärtstrend soll nun auch in Korea aufrechterhalten werden.

“Ich war noch nie in Korea und habe im Fahrerlager einige Geschichten vom letztjährigen Rennen dort gehört”, berichtet Perez. “Mir gefällt es immer, für mich neue Orte zu entdecken und das passiert in diesem Jahr relativ häufig, weil ich ja meine erste Formel-1-Saison fahre. Die Rennstrecke kenne ich vom Simulator-Training.”

“Sie bietet einige anspruchsvolle Hochgeschwindigkeitskurven und wird nicht ganz einfach zu erlernen sein. Auf jeden Fall wollen wir jede Chance nutzen, um uns weiter zu steigern und hoffentlich Force India noch in der Meisterschaft abzufangen”, so der Mexikaner, der durch die Punkte von Japan auf Position 15 bei den Fahrern vorgerutscht ist.

Punkte für Kobayashi?

Teamkollege Kamui Kobayashi hingegen ist seit Ungarn ohne Punkte und möchte das beim kommenden Rennen ändern. “Im vergangenen Jahr war das Rennen in Korea ziemlich schwierig. Es war nass, das Grip-Niveau war sehr niedrig und die Sicht sehr schlecht. Ich mag den Kurs, die Streckenführung mit den mittelschnellen und schnellen Kurven sollte unserem Auto liegen.”

“Wir wissen von 2010, dass der richtige Umgang mit den Reifen dort absolut entscheidend ist. Von meiner Heimat Japan aus ist Korea nicht weit weg, und das gefällt mir natürlich. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr am Grand-Prix-Wochenende gutes Wetter haben und ein aufregendes Rennen erleben werden. Mit dem Aero-Paket, das wir in Suzuka eingeführt haben, sollten wir wettbewerbsfähig sein und um Punkte kämpfen können”, hofft der Japaner.

Wenig Erfahrungen

James Key denkt gerne an 2010 zurück. Damals konnten beide Piloten Punkte holen. “Wir haben vom vergangenen Jahr recht gute Erinnerungen an Korea. Uns erwartet dort eine interessante Rennstrecke. Im Vorjahr bedurfte es zu Beginn etwas Anpassungsarbeit, weil das Grip-Niveau auf dem ganz frischen Asphalt extrem niedrig war. Als dann Gummi auf der Strecke lag, zeigte es sich, dass der Kurs technisch anspruchsvoll ist.”

“Einerseits gibt es zwei lange Geraden, aber dann gegen Ende der Runde einen ziemlich kurvenreichen Abschnitt und vor der letzten Geraden einige Hochgeschwindigkeitskurven. Ich gehe davon aus, dass wir im Vergleich zu Suzuka eine stark abweichende Fahrzeugabstimmung verwenden werden. Im vergangenen Jahr war es sehr nass. Deshalb haben wir keine Erfahrungswerte mit einer ganzen Renndistanz im Trockenen”, so Key.

“Wir wissen nicht genau, was wir von den Reifen erwarten können, die in der superweichen und weichen Mischung zur Verfügung stehen werden. Wir können auch nur ahnen, wie gering das Grip-Niveau zu Beginn sein wird und wir müssen uns laufend auf Veränderungen der Strecke einstellen. Beim Auto werden wir die Entwicklung des Aerodynamik-Paketes fortführen, das in Suzuka erstmals zum Einsatz kam. Wir werden zudem einige neue Teile nach Korea bringen”, erklärt der Technische Direktor von Sauber. “Ich hoffe, dass wir den Schwung, den wir in Suzuka hatten, nach Korea mitnehmen können.”