Bei seinem Heimrennen in Suzuka gelang Sauber F1 Team Pilot Kamui Kobayashi der Sprung ins Top-Ten-Qualifying. Er qualifizierte sich als Zehnter, rückt aber in der Startaufstellung zum Grossen Preis von Japan wahrscheinlich noch weiter nach vorn. In Q1 war Kobayashi sogar Schnellster gewesen. Während sich an Kobayashis Auto auch das neue Aerodynamik-Paket des Sauber C30-Ferrari positiv auswirkte, hatte Teamkollege Sergio Pérez Pech: Der Mexikaner konnte wegen eines Hydraulikproblems in Q2 keine gezeitete Runde absolvieren. Er wird als 17. starten.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C30-Ferrari (Chassis 02 / Ferrari 056)

Qualifikation: 10. in Q3 / keine Zeit (10. in Q2, 1.32,380 min, neue weiche Reifen)

3. Training: 13./1:33.818 min (weiche Reifen)

„Ich freue mich sehr, es ins Top-Ten-Qualifying geschafft zu haben. Ich geniesse es unheimlich, hier diese vielen Fans zu sehen. Im freien Training hatten wir Mühe mit der Balance des Autos, aber die Abstimmungsänderungen, die wir vor dem Qualifying gemacht haben, waren gut. Ich denke, man kann jetzt auch ablesen, dass unser neues Aero-Paket beginnt zu funktionieren. Meine Runden in Q1 und Q2 waren gut, ich kann mich nicht beschweren. Wir haben auch noch ein paar gute Reifen für morgen übrig behalten, und das Rennergebnis ist es, was letztlich zählt. Ich will vor diesem tollen Publikum hier Punkte holen.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C30-Ferrari (Chassis 03 / Ferrari 056)

Qualifikation: 17. in Q2 / keine Zeit (16. in Q1, 1.34.704 min, mittlere Reifenmischung)

3. Training: 14./1:33.836 min (weiche Reifen)

„Wie man an Kamuis Ergebnis erkennen kann, ist unser Auto hier ziemlich gut, und ich war optimistisch, es ebenfalls in Q3 zu schaffen. Aber dann bekam ich auf meiner letzten Runde in Q1 im zweiten Sektor plötzlich ein Hydraulikproblem. Erst fiel die Servolenkung aus, dann ging gar nichts mehr. Wegen dieses Defekts konnte ich in Q2 gar nicht mehr fahren, was natürlich enttäuschend ist. Die Mechaniker haben sehr hart gearbeitet und alles probiert, um das Problem zu beheben, aber wir müssen das erst noch genauer untersuchen. Ich bin sicher, für morgen wird alles in Ordnung sein. Für mich ist das Wochenende insgesamt nicht ganz einfach, weil ich auch eine Erkältung mit mir herumschleppe. Positiv ist immerhin, dass ich noch viele gute Reifen für das Rennen zur Verfügung habe.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Ich sehe das Qualifying-Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Kamui war sehr stark und hat es bei seinem Heimrennen in Q3 geschafft. Glückwunsch zu dieser Leistung. Dieses Ergebnis zeigt auch, dass unser Aero-Paket wie erwartet funktioniert. Das kann man nicht als selbstverständlich voraussetzen, wenn man die neuen Teile nicht mehr vorher auf einer Rennstrecke testen kann. Es tut mir sehr leid für Sergio, dass er von einem Hydraulikproblem aufgehalten wurde. Er war ebenfalls sehr stark, obwohl er unter einer Erkältung leidet. Ich bin sicher, auch er hatte gute Aussichten, in Q3 zu kommen.“

 

James Key, Technischer Direktor:

„Heute Morgen haben wir unsere Arbeit mit den neuen Teilen fortgesetzt, und wir haben schliesslich eine gute Richtung im Hinblick aufs Qualifying gefunden. Nach dem dritten freien Training waren beide Fahrer ganz zufrieden, obwohl Kamui sich noch über Probleme in einzelnen langsamen Kurven beklagte. Im Qualifying  machte Kamui einen fantastischen Job und schaffte den Vorstoss in die Top Ten. Er fuhr eine gute Runde und zeigte damit auch, dass unser Aero-Paket funktioniert wie wir es erwartet hatten. Wir hoffen, dass er morgen ein ebenso starkes Rennen fahren kann. Für Sergio tut  es mir sehr leid. Auch er hatte eine gute Chance, ins Q3 zu  kommen, wurde jedoch von einem Hydraulik-Problem gestoppt. Die Mechaniker arbeiteten sehr hart, um das Auto zu reparieren, doch letztlich entschieden wir, Sergio nicht mehr rauszulassen, um keine weiteren Schäden zu riskieren. Wir müssen das heute Abend analysieren.“

QUELLE: SAUBER F1 TEAM