Sergio Perez ist Teil des Juniorenprogramms von Ferrari – Sauber nimmt den Spekulationen über einen Wechsel den Wind aus den Segeln

Mitte September saß Sergio Perez in einem Ferrari und drehte in Fiorano seine Runden. Es ist etwas ungewöhnlich, dass ein Stammpilot für ein anderes Team testet, auch wenn es sich bei dem Ferrari um das Modell von 2009 gehandelt hat. Perez fährt in dieser Saison für Sauber, ist aber seit Beginn des Jahres Teil des Juniorenprogramms von Ferrari. Peter Sauber und die italienische Traditionsmarke pflegen seit vielen Jahren ein enges Verhältnis. So war zum Beispiel Felipe Massa zur “Ausbildung” bei Sauber unterwegs, bevor er ein Stammcockpit bei Ferrari erhielt.

Schon vor dem Test gab es Spekulationen, dass Perez eines Tages Massa im roten Renner ersetzen könnte. Im Rahmen des Juniorenprogramms ist der Mexikaner regelmäßig in Maranello und fährt unter anderem auch im Simulator. Unter dem Strich bringt das natürlich Sauber auch etwas, aber man will keinen Vergleich zu Massa vor einigen Jahren ziehen. “Das kann man nicht vergleichen, denn Felipe hatte einen Vertrag mit Ferrari bevor er zu uns kam”, wird Peter Sauber von ‘Autosport’ zitiert.

Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn sagt, dass “der Test ein Bestandteil des Nachwuchsprogramms ist. Wir wussten, dass er zu irgendeinem Zeitpunkt kommen würde.” Gleichzeitig spielt sie die Spekulationen über einen zukünftigen Wechsel des Rookies herunter. “Es gibt diese Situation nicht, denn er ist einfach nur Teil des Programms. Es läuft parallel.”

“Die Akademie ist dafür gedacht, Fahrern in die Formel 1 zu helfen. Er ist schon in der Formel 1, also müsste man das in die richtige Perspektive rücken. Es gibt keine weiteren Vereinbarungen diesbezüglich. Soweit wir wissen, gibt es einen Test. Wir stellen sicher, dass keine dieser Aktivitäten unsere Aktivitäten beeinflusst. Ferrari respektiert das. Wir fanden die Zeit, wann er den Test machen konnte. Das war es.”

Perez ist in seiner Rookie-Saison dreimal in die Punkteränge gefahren. Platz sieben in Silverstone war sein bisher bestes Ergebnis. Speziell mit seinem Speed hat der 21-Jährige beeindruckt, denn er war oft schneller als der als hochtalentiert eingeschätzte Kamui Kobayashi. Im Qualifyingduell führt Perez 9:4.