Im Kampf um WM-Platz sechs hat Sauber auf Force India viel Boden verloren, weswegen man große Hoffnungen in das nächste größere Update setzt

 

Während Force India in den vergangenen drei Rennen 20 Punkte gesammelt hat, stehen für Sauber aus dem gleichen Zeitraum nur zwei Zähler zu Buche (Kamui Kobayashis neunter Platz auf dem Nürburgring). Dadurch beträgt der Vorsprung der Schweizer im Kampf um den sechsten WM-Platz nur noch drei (statt zwischenzeitlich schon 21) Punkte.

„Die jüngsten Ergebnisse sind durch viele verschiedene Faktoren zustande gekommen“, erklärt Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn. „Wenn man sich die Entwicklung anschaut, dann hatten wir da eindeutig ein paar Probleme, denn unsere Pakete sind nicht so eingeschlagen, wie wir uns das erhofft hatten. Außerdem hatten wir Schwierigkeiten mit dem auspuffangeströmten Diffusor, von dem wir uns auch mehr erwartet hatten, als er tatsächlich gebracht hat.“

Hinzu kamen unnötige Ausfälle wie Sergio Perez‘ Kollision mit Sebastien Buemi in Spa-Francorchamps, die Buemi übrigens immer noch in Rage bringt. Teamchef Peter Sauber wundert sich über die kritischen Aussagen seines jungen Landsmannes: „Für mich war das eine ganz klare Situation – und das ist sie noch“, sieht er die Schuld eher beim Toro-Rosso-Piloten.

Doch unabhängig davon ist man sich in Hinwil dessen bewusst, dass der Vorsprung auf Force India nicht nur durch Rennpech geschrumpft ist. Daher bleiben Themen wie der auspuffangeströmte Diffusor im Fokus: „Daran haben wir gearbeitet und wir entwickeln unser Auto unverändert weiter – in der Hoffnung, dass wir den Vorsprung wieder ausbauen und unsere Position halten können“, sagt Kaltenborn und kündigt an: „In einem der nächsten Rennen werden wir ein größeres Paket bekommen.“

„Unser Ziel ist ganz klar, laufend Punkte zu sammeln, was uns diese Saison relativ lange gelungen ist. Mit dem größeren Paket wollen wir unsere Chancen optimieren“, so die Österreicherin.