Teamchef Peter Sauber resümiert die bisherige Saison und sieht in der Qualifikation-Performance noch Luft nach oben

Der Sauber-Rennstall belegt nach neun von 20 Rennen mit 33 WM-Punkten den sechsten Rang der Konstrukteurswertung und hat bereits ein kleines Polster zur direkten Konkurrenz. In der vergangenen Saison hatte das schweizerische Team zur gleichen Zeit lediglich 7 Zähler auf dem Konto. Klar, dass Teamchef Peter Sauber in seiner Kolumne in der Zeitung ‚SonntagsBlick‘ zufrieden über den bisherigen Saisonverlauf ist.

„Besonders freut es mich, dass wir beim letzten Rennen in Silverstone deutlich vor Renault und auf Augenhöhe mit Mercedes waren. Perez konnte Rosberg sogar unter Druck setzen, war aber leider auf den Geraden zu langsam, um ihn auch überholen zu können“, schreibt der 67-jährige Rennstallbesitzer.

Einen großen Anteil an den erfolgreichen Darbietungen des Teams hatte nach Meinung von Sauber auch die Fahrerpaarung. „Kamui ist gut in seine Leaderrolle hineingewachsen, und Sergio hat gezeigt, dass er nicht nur schnell ist, sondern auch sehr regelmässig fahren kann. Wie zuletzt in Silverstone“, so Sauber, der sich darüber freut, dass der Mexikaner die Nachwirkungen seines schweren Unfalls in Monaco gut verkraftet hat.

Die neuen Pirelli-Reifen spielen in dieser Saison eine große Rolle. Der Teamchef sieht den sorgsamen Umgang seines Boliden mit den Pneus als Schlüssel zum Erfolg. „Es ist immer wieder von neuem eine Herausforderung, diese optimal zu nutzen. Insgesamt ist uns das recht gut gelungen. Es hat sich ausbezahlt, ein Auto zu bauen, das schonend mit den Reifen umgeht“, meint er.

Verbesserungspotenzial sieht Sauber in der Qualifying-Performance seines Teams. „Meistens ist unsere Leistungsfähigkeit im Rennen besser als in der Qualifikation. Daran arbeiten die Ingenieure gemeinsam mit den Piloten, und ich bin überzeugt, dass da in den letzten zehn Rennen noch viel Potenzial brach liegt“, hofft auf bessere Ergebnisse in der Qualifikation bei den kommenden Rennen.

An den kommenden beiden Wochenenden stehen zwei Rennen auf dem Programm. Peter Sauber freut sich, dass danach die vierwöchige Sommerpause kommt, in der das Sauber-Werk in Hinwil für zwei Wochen seine Tore schließt. Denn die Mitarbeiter im Team haben sich nach der ersten Saisonhälfte die „Zeit zum Durchatmen“ mehr als verdient.