Beim Grossen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, 22.-24. Juli, ist Saisonhalbzeit. Kurz vor Saisonmitte haben sich beide Fahrer des Sauber F1 Teams noch neue persönliche Bestmarken gutschreiben können: Beim zurückliegenden Grand Prix in Silverstone erzielte Kamui Kobayashi als Achter sein bisher bestes F1-Qualifyingergebnis, und Sergio Pérez erkämpfte sich als Siebter sein bis dato bestes F1-Rennresultat. Das Team will den Schwung aus Silverstone mitnehmen und mit dem Sauber C30-Ferrari weitere Punkte holen.

 

Kamui Kobayashi (Startnummer 16):

„Ich bin bisher erst einmal auf dem Nürburgring gefahren, das war 2009 mit der GP2. Damals wurde ich in den beiden Rennen ein Mal Neunter und ein Mal Dritter. Ich weiss noch gut, dass die Strecke ihre Tücken hat und schwierig ist, auch aufgrund der Höhenunterschiede. Nichtsdestotrotz ist es eine schnelle Strecke, ähnlich wie Silverstone, und das sollte uns entgegenkommen. Wir wissen, dass wir in schnellen Kurven stark sind und sollten wieder eine gute Leistung abliefern können. Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Grand Prix. Mir gefällt auch, dass sich in Deutschland jährlich zwei Rennstrecken abwechseln, das bringt Vielfalt.“

 

Sergio Pérez (Startnummer 17):

„Wie Silverstone ist auch der Nürburgring eine Traditionsrennstrecke und noch dazu ebenfalls in einem Land, in dem ich eine Zeit lang gelebt habe. Ich freue mich auf die Rückkehr nach Deutschland und auf ein weiteres gutes Rennen. Nachdem ich in diesem Jahr zwei Grands Prix auslassen musste, ist es für mich umso wichtiger, bis zum Saisonende alles zu geben. Ich will auch vor der Sommerpause noch einiges zeigen, mit drei Grands Prix in einem Monat ist das eine intensive Phase. Ich bin auch mal mit einem Strassenauto über die Nordschleife gefahren. Das ist natürlich eine absolut faszinierende Strecke. Auf dem modernen Kurs mag ich die Schikane im letzten Sektor besonders gern. Allgemein erwarte ich, dass die Strecke unserem Auto recht gut liegen wird. Wir sollten dort ein gutes Rennen zeigen können.“

 

James Key, Technical Director:

„Der Nürburgring ist eine abwechslungsreiche Strecke mit sehr unterschiedlichen Anforderungen und deshalb schwer zu charakterisieren. Gute Bremsstabilität ist wichtig vor Kurve eins, wo es auch eine Überholmöglichkeit gibt. Der erste Sektor ist recht langsam, insbesondere nach der ersten Kurve, weshalb das Auto dort viel Abtrieb und eine gute Traktion benötigt. Dann folgt ein Hochgeschwindigkeitsabschnitt hinunter zur Spitzkehre, wo es ebenfalls eine Möglichkeit zum Überholen gibt. Die zweite Hälfte der Runde enthält vor allem langsame und mittelschnelle Kurven sowie zwei relativ lange Geraden. Die letzte Kurve stellt für die Ingenieure und Fahrer eine ziemliche Herausforderung dar, vor allem im Qualifying. Aufgrund dieser vielfältigen Anforderungen wird das ein spannendes Wochenende. Pirelli wird die weiche und die mittlere Reifenmischung zur Verfügung stellen. In Kanada war der Umgang mit der mittleren Mischung nicht ganz einfach, also müssen wir einige Arbeit investieren, um sie optimal zu nutzen. Die weichen Reifen sollten kein Problem darstellen. Am Auto werden wir die gleichen Verbesserungen haben, die schon in Silverstone zum Einsatz gelangten. Zusätzlich werden wir kleine Änderungen am Diffusor sowie an den hinteren Bremsbelüftungen einführen. Nach unserer guten Vorstellung in Silverstone wollen wir diesen Schwung mitnehmen und weitere Punkte einfahren.”

 

 

Strecke Nürburgring / 5,148 km
Renndistanz 60 Runden / 308,863 km
Zeitplan Qualifying und Rennen um 14:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr GMT)

QUELLE: SAUBER F1 TEAM