Sergio Pérez hat sich in Silverstone mit seinem bisher besten Formel-1-Ergebnis eindrucksvoll zurückgemeldet: Der junge Mexikaner fuhr vom zwölften Startplatz aus auf Platz sieben und sicherte dem Sauber F1 Team damit sechs weitere WM-Punkte. Sein Teamkollege Kamui Kobayashi hingegen wurde am Sonntag vom Pech verfolgt: Nach einer unverschuldeten Kollision musste er mit einem beschädigten Auto weiterfahren, dann ging ein Boxenstopp schief und schliesslich rollte er wegen eines Öllecks aus. Es war der erste technisch bedingte Ausfall für das Sauber F1 Team in der Saison 2011.

 

Sergio Pérez: 7.

Sauber C30-Ferrari (Chassis 02 / Ferrari 056)

Start auf Intermediates, nach 12 Runden und nach 32 Runden Wechsel auf weiche Reifen

„Ich denke, das war heute ein gutes Rennen, und das Ergebnis ist gut für das Team. Zu Beginn waren die Bedingungen sehr schwierig, aber es ist uns gelungen, uns aus allem Ärger herauszuhalten. Die Strategie hat gepasst, und meine Boxenstopps waren perfekt. Allerding konnte ich Nico (Rosberg) leider nicht überholen. Ich war die ganze Zeit dicht an ihm dran, aber auf den Geraden war er zu schnell. Insgesamt bin ich einfach froh, den ich habe eine sehr schwierige Phase hinter mir. Nach dem Unfall wieder in den Rhythmus der Saison zu finden und an den Schwung anzuknüpfen, den ich vorher hatte, braucht eben doch seine Zeit. In zwei Wochen werde ich wiederum stärker sein.“

 

Kamui Kobayashi: Ausfall nach 23 Runden

Sauber C30-Ferrari (Chassis 01 / Ferrari 056)

Start auf Intermediates, nach elf Runden Wechsel auf weiche Reifen

„Der Ausfall ist sehr schade, denn wir waren an diesem Wochenende insgesamt stark. Ich hatte heute im Rennen nur Pech. Zu dem Unfall mit Michael gibt es nicht viel zu sagen. Wir fuhren offensichtlich nicht nebeneinander, sonst hätte er ja nicht mein Heck getroffen. Anschliessend war mein Auto beschädigt. Danach hatte ich Pech beim Boxenstopp, dann folgte die Stop-and-Go-Strafe, und letztlich musste ich das Auto abstellen, nachdem man mir im Funk ein Ölleck gemeldet hatte.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Ich freue mich sehr über den siebten Platz von Sergio, dazu kann man ihm gratulieren. Es war ein schwieriges Rennen für ihn, praktisch über die ganze Distanz lag er dicht hinter Nico Rosberg. Sergio hätte schneller fahren können, zum Überholen hat es aber nicht gereicht. Bezüglich Kamuis Rennen muss ich sagen, dass der Zwischenfall mit Michael Schumacher sehr ärgerlich war. Das war eine unnötige Kollision, durch die Kamui früh um seine Chancen gebracht wurde.“

 

James Key, Technischer Direktor:

„Wir haben heute ein solides Ergebnis eingefahren. Sergio war sehr gut. Er hat in einem schwierigen Rennen bei anfänglich widrigen Bedingungen den Überblick behalten. Und als die Strecke trocken war, kam er mit zwei Sätzen Slicks aus. Fast das ganze Rennen über hat er mit Nico Rosberg gekämpft, konnte ihn aber leider nicht überholen. Sergios Start war nicht gut, da fiel er zunächst zurück, aber später hat er das wieder wettgemacht. Er war schnell, und die Strategie des Teams war gut. Für Kamui war alles ein Jammer. Er war stark, aber dann gab es die Berührung mit einem Mercedes. Beim folgenden Boxenstopp hatten wir ein Problem, weshalb wir ihm später als geplant das Signal zum Losfahren geben konnten, und dann kam es leider zu der Überschneidung mit dem Williams. Bei der Kollision wurde Kamuis Frontflügel beschädigt, das hat sehr viel Abtrieb gekostet, er war danach zu langsam. Es folgten die Zeitstrafe an der Box und dann das Ölleck, was möglicherweise eine Folge des Unfalls mit dem Mercedes war. Wir haben Kamui gebeten, anzuhalten, ehe der Motor Schaden nimmt. Am Ende eines langen Tages haben wir aber doch wieder Punkte geholt, und dafür möchte ich mich beim Team bedanken.“

 

QUELLE: SAUBER F1 TEAM