Bei typisch englischem Schauerwetter erzielte das Sauber F1 Team im Qualifying in Silverstone sein bisher bestes Saisonergebnis. Kamui Kobayashi und Sergio Pérez waren schon im dritten Training am Morgen schnell gewesen und qualifizierten sich nachmittags für die Startplätze acht und zwölf zum Grossen Preis von Grossbritannien. Als Q1 begann, war die Strecke noch trocken, dann verhinderte ein plötzlicher Schauer, dass die beiden Fahrer noch von den harten auf weiche Reifen umrüsten konnten. Dennoch war ihr Einzug in Q2 nicht gefährdet. Pérez verpasste in Q2 einen Platz unter den ersten zehn um nur 36 Tausendstelsekunden. Kobayashi erzielte als Achter das beste Qualifyingergebnis seiner bisherigen F1-Karriere.

 

Kamui Kobayashi:

Sauber C30-Ferrari (Chassis 01 / Ferrari 056)

Qualifying: 8./1:32,128 min (in Q3, weiche Reifen) / 3. Training: 7./1:33,014 min

„Aufgrund der sich ständig ändernden Streckenbedingungen war das Qualifying schwierig. Man konnte kaum vorhersagen, was richtig und was falsch sein würde, und wir haben das ziemlich gut hinbekommen. In Q1 kam ich mit der Fahrzeugbalance mit den harten Reifen nicht gut zurecht und hatte keine Chance, die weichen Reifen zu benutzen, weil es regnete. In Q2 war die Strecke noch immer feucht und rutschig, aber in Q3 hat auf meiner letzten schnellen Runde mit den weichen Reifen alles gepasst. Ich bin zufrieden mit dieser Runde und vor allem froh für die Mannschaft, dass uns nach dem Unfall im ersten Training und der harten Arbeit danach hier ein gutes Ergebnis gelungen ist. Jetzt will ich aus diesem Startplatz morgen das Beste herausholen.“

 

Sergio Pérez:

Sauber C30-Ferrari (Chassis 02 / Ferrari 056)

Qualifying: 12./1:32,624 min (in Q2, weiche Reifen) / 3. Training: 9./1:33,264 min

„Ich denke, wir haben heute gute Arbeit geleistet. Es ist schade, Q3 so knapp zu verpassen, aber ich bin trotzdem ganz zufrieden. Unter den unbeständigen Bedingungen war das heute keine einfache Qualifikation. Insgesamt ist unser Auto hier gut. Einerseits dank technischer Verbesserungen, aber auch, weil uns die Strecke hier mit den schnellen Kurven liegt. Von meinem Startplatz aus habe ich alle Chancen, morgen Punkte zu holen, und ich freue mich sehr auf meinen ersten Grossen Preis von England.“

 

Peter Sauber, Teamchef:

„Es ist schwieriger geworden, in die Top 10 zu kommen, und umso mehr freut man sich, wenn es einem dennoch gelingt. Gratulation an Kamui und seine Mannschaft, heute war das Timing auch sehr wichtig. Der zwölfte Platz für Sergio ist ebenfalls in Ordnung, er hat nun auch noch einen frischen Satz Reifen für das Rennen aufgespart.“

 

James Key, Technischer Direktor:

„Ich denke, der Tag heute war okay. Vormittags sind wir das erste Mal an diesem Wochenende auf trockener Bahn gefahren und hatten daher viel zu tun. Zusätzlich mussten wir einige Testaufgaben, die am Freitag dem Regen zum Opfer gefallen waren, nachholen. Es war ein volles Programm im dritten freien Training, aber wir haben so ziemlich alles ausprobiert, was wir wollten. Die wechselhaften Bedingungen im Qualifying waren natürlich sehr, sehr tückisch und sehr schwer prognostizierbar, obwohl wir die leichten Schauer auf dem Radar sehen konnten. Es wäre natürlich toll gewesen, beide Autos in Q3 zu bekommen, aber wir haben es mit einem geschafft und wollen uns nicht beschweren. Sergios zwölfter Platz ist gut, und Kamui hat sich noch weiter nach vorn gekämpft. Wir wissen, dass unsere Leistungen im Rennen stärker sind als jene im Qualifying und wollen morgen das maximal Mögliche herausholen.“

QUELLE: SAUBER F1 TEAM