Das Schweizer Sauber-Team legt den Fokus auf Longruns und probiert verschiedene Abstimmungsvarianten – Kobayashi verursacht zwei Rote Flaggen

Nachdem Kamui Kobayashi bei den ersten Testfahrten im Vorfeld der neuen Saison in Valencia kaum Zeit im Auto verbringen konnte, war der Samstag in Jerez der erste ernsthafte Test für den Japaner im neuen C30. Kobayashi konnte immerhin 84 Runden, darunter 19 am Stück, zurücklegen. Nach Abschluss des Tages taucht der 24-Jährige auf Platz fünf der Zeitenliste auf. Sein Rückstand auf den Schnellsten des Samstags, Nick Heidfeld im Renault, beträgt dabei weniger als eine Sekunde.

Am Vormittag rollte Kobayashi noch planmäßig ohne Sprit auf der Strecke aus und sorgte für eine kurze Unterbrechung des Testbetriebs auf der südspanischen Strecke. Bei Sauber wollte man das Limit ausreizen, was die im Wagen mitgeführte Spritmenge betrifft. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Longruns, die allerdings nicht komplett zu Ende gebracht werden konnten. Kobayashi sorgte – diesmal unfreiwillig – erneut für Rote Flaggen, als er den noch jungen Boliden mit einem technischen Defekt abstellen musste.

Technikchef James Key erläutert die Strategie des Teams. „Wir sind hauptsächlich auf angefahrenen Reifen gefahren und haben uns auf die Mechanik des neuen Wagens konzentriert“, so Key. Was das Setup betrifft, so konnte das Team einige Dinge ausprobieren, die im Zuge der von Sergio Perez an den Vortagen zurückgelegten Runden, aufgefallen sind. Dabei kamen nach Aussage Keys auch einige neue Entwicklungsteile zum Einsatz.

Kobayashi, der in dieser Saison die Entwicklung im Sauber-Team federführend vorantreiben soll, wird die Testfahrten am Sonntag in Jerez abschließen. Für Teamkollege und Formel-1-Neuling Perez war bereits am Freitagabend planmäßig Feierabend. In der kommenden Woche werden die beiden Fahrer in Barcelona erneut Gelegenheit haben, den C30 auf Herz und Nieren zu prüfen.