Das letzte Rennen der Saison 2010 brachte dem Team keine weiteren WM-Punkte. Kamui Kobayashi, der als Zwölfter gestartet war, hatte nie freie Fahrt und Pech mit der Strategie – er wurde 14. Nick Heidfeld, von Platz 14 gestartet, kam als Elfter ins Ziel.

Nick Heidfeld: 11.

C29.03 / Ferrari 056

„Mein Start war in Ordnung, ich konnte Robert (Kubica) überholen. Aber als ich dem Unfall von Michael (Schumacher) und Vitantonio (Liuzzi) aussen herum ausweichen musste, habe ich diesen Platz wieder eingebüsst. Anschliessend steckte ich im Verkehr fest. Wir hatten vor dem Rennen besprochen, dass ich in diesem Fall früher die Reifen wechseln würde. Das war eine sehr gute Entscheidung, sie hat mich um drei Positionen nach vorn gebracht, das war noch mehr als ich erwartet hatte. Dann konnte ich zwar zu Felipe (Massa) aufschliessen, hatte aber keine Chance, ihn zu überholen. Es wäre schön gewesen, im Finale zu punkten, aber es hat einfach nicht geklappt. Glückwunsch an Sebastian (Vettel), den neuen Weltmeister!“

Kamui Kobayashi: 14.

C29.04 / Ferrari 056

„Ich bin enttäuscht. Ich wollte im letzten Rennen der Saison unbedingt Punkte holen. Ich habe getan, was ich konnte, aber es gab einfach keine Überholmöglichkeit. Mein Auto war in Ordnung, aber wir hatten Pech mit der Rennstrategie. Nachdem einige Autos in der frühen Safety-Car-Phase gestoppt hatten, ging sie nicht mehr auf. Mein Start war gut, ich hatte zwei Positionen gutgemacht, aber später hatte ich nie mehr freie Fahrt, ich steckte immer fest. Ich möchte Sebastian (Vettel) auch zu seinem grossartigen Erfolg gratulieren!“

Peter Sauber, Teamchef:

„Zuerst herzlichen Glückwunsch an Red Bull und Sebastian (Vettel), der heute ein exzellentes Rennen fuhr und sich den WM-Titel verdient hat. Leider blieben wir im letzten Rennen der Saison ausserhalb der Punkte. Beide Piloten machen einen sehr guten Job. Nick schaffte es, die Williams und den Force India hinter sich zu halten, auch Kamui fuhr sehr gut, hing jedoch fast während des gesamten Rennens hinter Rubens Barrichello fest. Es war der Abschluss einer für uns sehr anspruchsvollen Saison. Wir sind sehr schlecht gestartet, hatten nach acht Rennen erst einen WM-Punkt, weil das Auto nicht schnell genug war und vor allem auch unzuverlässig, was für unser Team sehr ungewöhnlich ist. Zum Saisonende haben wir insgesamt 44 Punkte geholt. Damit können wir natürlich nicht zufrieden sein, die Verluste aus den ersten Rennen waren nicht mehr aufzuholen. Dennoch gibt es rückblickend auch Positives: Wir haben, seit James Key zu uns gestossen ist, technisch deutliche Fortschritte gemacht. Zudem hat sich Kamui im Laufe der Saison grossartig entwickelt. Ich bin sehr froh, dass er für unser Team fährt. Ich möchte mich bei allen im Team, an der Rennstrecke und in Hinwil, für ihren Einsatz bedanken, besonders natürlich bei unseren Fahrern Kamui, Nick und Pedro.“

James Key, Technischer Direktor:

„Es ist etwas enttäuschend, heute keine Punkte geholt zu haben, weil es ein schöner Saisonabschluss gewesen wäre. Durch die frühe Safety-Car-Phase war es ein recht hektisches Rennen. Wir hatten entschieden, in der Safety-Car-Phase nicht zu stoppen, aber im Nachhinein haben die, die es getan haben, doch profitiert. Wir haben Nick an die Box geholt, als uns der Zeitpunkt für den Wechsel von Option- auf Prime-Reifen richtig erschien. Er fuhr ein hervorragendes Rennen, steckte aber im Verkehr fest. Kamui haben wir länger draussen gelassen. Wir hofften, er könnte Zeit aufholen, nachdem Rubens Barrichello gestoppt hatte, denn von ihm war er zuvor aufgehalten worden. Aber bis zu Kamuis Stopp hatten wir zu viel Zeit auf die Leute hinter ihm verloren, und Kamui lag wieder hinter Barrichello. Auch er steckte fest, das war frustrierend für ihn. So haben wir es heute nicht in die Punkte geschafft. Mein Dank gilt dem Team und den Fahrern für diese Saison, für all die Anstrengungen, vor allem zu Beginn der WM. Meine Glückwünsche gehen natürlich an Sebastian Vettel und Red Bull.“

QUELLE: SauberMotorsport