Obwohl er das Team nach Abu Dhabi verlassen muss, findet Nick Heidfeld lobende Worte für Sauber: „Ich weiß, wozu sie imstande sind“

Bis zum siebten Saisonrennen in Montréal musste das Sauber-Team dieses Jahr auf seinen ersten WM-Punkt warten, doch dann ging es Schlag auf Schlag: In den zweiten sechs Rennen wurden 23, in den dritten sechs weitere 21 Zähler gesammelt. Hätten die Schweizer von Anfang an so einen Schnitt gehalten, würden sie jetzt gegen Williams und Force India um Platz sechs kämpfen.

Nick Heidfeld hat seit Singapur immerhin schon sechs Punkte zum Gesamtkonto beigetragen und ist angesichts der Steigerung nach dem ersten Saisondritte „überrascht, wie gut das Team funktioniert – nicht erst seit ich wieder hier bin, sondern schon seit Saisonbeginn. Sie hatten zu Beginn Zuverlässigkeitsprobleme, was ich nicht erwartet hätte, denn ich kenne das Team – die Zuverlässigkeit war meistens eine Stärke“, analysiert der deutsche Routinier.

„Aber auch der Speed war nicht so schlecht“, lobt Heidfeld seinen Noch-Arbeitgeber. „Ich sah mir das Auto an und fand keine Sponsoren, aber trotzdem schafften sie eine der größten Verbesserungen im Feld, auch im Zuverlässigkeitsbereich. Sie haben viele Punkte gesammelt, was eine tolle Leistung ist und dabei hilft, Sponsoren für nächstes Jahr zu finden und die Zukunft zu sichern. Das ist beeindruckend.“

„Andererseits kenne ich das Team aus der Vergangenheit, ich kenne die Fabrik. Daher weiß ich, wozu sie imstande sind“, erklärt der 33-Jährige, der bereits zwischen 2001 und 2003 und zwischen 2006 und 2009 (beim zweiten Mal unter BMW-Regie) für Sauber gefahren ist. BMW hat die Fabrik in Hinwil auf modernsten Formel-1-Standard gebracht. Davon profitiert das Team natürlich auch heute noch.