Nachdem schon das dritte freie Training unter schwierigen Bedingungen stattgefunden hatte, weil die Strecke nur sehr langsam abtrocknete und einige Wasserlachen blieben, setzten sich die Wetterkapriolen bis zum Qualifying fort. Die Qualifikation wurde auf Intermediate-Reifen gefahren. In Q1 belegten Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld die Positionen fünf und 15. In Q2 verpasste Kobayashi als Zwölfter den Einzug in Q3 um weniger als zwei Zehntelsekunden. Heidfeld war unglücklich über den Zeitpunkt seines letzten Reifenwechsels und qualifizierte sich als 16.

Kamui Kobayashi:

C29.04 / Ferrari 056

Qualifikation: 12./1.19,385 min (in Q2) / 3. Training: 13./1.20,452 min (22 Runden)

„Es hat nicht viel gefehlt, es in Q3 zu schaffen, aber ich konnte auf meiner letzten Runde spüren, wie die Reifen abbauten. Für mich war der Zeitpunkt des Reifenwechsels an meinem Auto in Ordnung. Eine Runde später wäre vielleicht bezüglich der Streckenbedingungen ideal gewesen, aber andererseits ist eine gewisse Sicherheit auch gut, falls es eine gelbe Flagge oder so etwas gibt. In Q1, als etwas mehr Wasser auf der Strecke war, fand ich die Bedingungen sehr gut für unser Auto und diese Reifen. Ich bin die ganze Zeit mit demselben Satz draußen geblieben und war am Ende Fünfter, aber natürlich zählt das Ergebnis von Q2. Morgen erwarten wir einen trockenen Tag, und ich denke, das ist gut für uns.“

Nick Heidfeld:

C29.03 / Ferrari 056

Qualifikation: 16./1.19,899 min (in Q2) / 3. Training: 18./1.20,985 min (25 Runden)

„Ich muss zugeben, ich ärgere mich. Auf trockener Strecke wäre unser Auto stärker gewesen, aber das ist ja nichts, was wir beeinflussen können. Aber was wir hätten besser machen sollen, war das Timing in Q2. Mein Reifenwechsel war zwei Runden zu früh. Das heißt, als die Strecke zum Schluss am besten war, waren es meine Reifen schon nicht mehr. Wie gesagt: Auf trockener Strecke können wir hier stark sein, und die Wettervorhersage für morgen kündigt an, es würde trocken.“

Teamchef Peter Sauber:

„Ein typisches Interlagos-Wochenende mit einer völlig unerwarteten Startaufstellung. Glückwunsch an das Williams-Team und ganz speziell an Nico Hülkenberg, der sich mit einer fantastischen Leistung die Poleposition erobert hat.“

Technischer Direktor James Key:

„Wie angekündigt kam heute der Regen. Wir haben am Vormittag ein Programm abgearbeitet, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen sich Regenreifen und Intermediates wie verhalten. Wir sind im Nassen weniger stark als im Trockenen, Hauptursache dafür ist anscheinend das Aufwärmen der Reifen. Vor dem Qualifying haben wir ein paar Änderungen vorgenommen. Im Qualifying kam es darauf an, im richtigen Moment mit den richtigen Reifen unterwegs zu sein.  Nach einigen Schwierigkeiten am Vormittag hat Kamui gute Arbeit geleistet und kam nahe an Q3 heran. Nick war weniger glücklich und hatte auch mit Verkehr zu kämpfen. Es ist schade, dass wir es nicht in Q3 geschafft haben, aber morgen soll es trocken sein, und wir werden hart kämpfen. Glückwunsch an Williams und Nico Hülkenberg zur Poleposition.”

QUELLE: SauberMotorsport