Nick Heidfeld hat bei seinem Comeback bereits sechs Zähler gesammelt – Der Sauber-Pilot bewertet das neue Punktesystem und verrät Details über sein Helmdesign

Der Deutsche Nick Heidfeld hat es für die letzten fünf Saisonrennen zurück in die Startaufstellung geschafft. Bei seinem zweiten und dritten Einsatz für Sauber, hat der 33-Jährige sein Engagement gleich mit Punkten zurückgezahlt. Somit katapultierte sich Heidfeld mit sechs Zählern auf Platz 18 in der Fahrerwertung. Seit dieser Saison gibt es die neue Punktevergabe, über die sich der Sauber-Pilot seine Gedanken gemacht hat.

“Wenn man sich die verschiedenen Änderungen während der letzten Jahre und die Ergebnisse der vergangenen Weltmeisterschaften inklusive dem diesjährigen Stand anschaut, so gibt es kaum einen Unterschied”, meint Heidfeld. “Mir gefällt aber nicht, dass die Vergleichbarkeit mit der Vergangenheit jetzt schwierig ist.”

“Vor einigen Jahren gab es für Platz sechs den letzten, einzigen Punkt. Jetzt gibt es für den sechsten Platz schon acht Punkte. Für den Teamspirit ist das natürlich besser. Viele Leute in der Formel 1 arbeiten sehr hart und ein einzelner Punkt kann ein großer Lohn für ein kleines Team sein. Außerdem bringt es dem Team Geld.”

Sein Comeback ist der Formel-3000-Europameister von 1999 mit einem neuen Helmdesign angegangen. “Ich habe mir meine Helmsammlung zu Hause angeschaut. 2007 in Bahrain hatte ich einen Helm, der seine Farbe abhängig von der Temperatur von Weiß zu Schwarz änderte. Jetzt, nach drei Jahren, funktionierte dieser Effekt nicht mehr und der Helm war komplett schwarz und grau.”

“Das gefiel mir und ich entschied mich für einen komplett schwarzen Auftritt. Ich glaube, dass ein schönes und einzigartiges Design dabei herausgekommen ist – aber für nächstes Jahr werde ich es wieder ändern.” Dieses Design hatte er bereits im Winter geändert, aber da er nie den Mercedes getestet hat, ist es nicht öffentlich aufgefallen.

Dafür ist aufgefallen, dass Heidfeld auf den Geraden immer langsamer als sein Teamkollege Kamui Kobayashi ist. “Interessanterweise fuhr ich immer mit exakt derselben Abtriebseinstellung wie Kamui”, erklärt der Deutsche. “Aber ich befinde mich wohl in der schlechtesten Position im Feld bezogen auf die Motorensituation.”

“Das Team hat drei der acht erlaubten Motoren für mein Auto verloren. Noch schlimmer, dass dies immer in einer frühen Phase passiert ist, in der die Motoren noch sehr neu waren. Deswegen müssen die verbliebenen Triebwerke viele extra Kilometer bewältigen. Diese Nutzung älterer Motoren führt leider zu einem Verlust von Motorenleistung, was der Grund für die schwächere Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit ist.”