Solide Leistungen von Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld im allerersten Qualifying auf dem neuen Korean International Circuit: Kobayashi wurde Zwölfter, Heidfeld 13. Die sich permanent verbessernden Streckenbedingungen auf dem brandneuen Asphaltband verlangten von Teams und Fahrern kurze Reaktionszeiten bei der Abstimmungsarbeit.

Kamui Kobayashi:

C29.04 / Ferrari 056

Qualifikation: 12./1.37,643 min (in Q2) / 3. Training: 14./1.39,145 min (16 Runden)

„Insgesamt denke ich, dass wir heute im Rahmen unserer Möglichkeiten das Bestmögliche erreicht haben. Es fehlte nicht viel, um es in Q3 zu schaffen. Im freien Training am Vormittag fanden wir die Streckenbedingungen gegenüber Freitag stark verändert vor. Deshalb mussten wir die zuvor erarbeitete Abstimmung nochmals ändern. Im Qualifying fand ich das Auto etwas nervös, aber insgesamt in Ordnung. Unsere Reifenstrategie war gut, für mich war es die richtige Entscheidung, in Q2 nur ein Mal, aber für mehrere Runden rauszufahren. Auf meiner schnellsten Runde hatte ich ein bisschen Pech mit Verkehr auf der Strecke, aber das passiert eben. Ich freue mich auf ein gutes und anspruchsvolles Rennen morgen!“

Nick Heidfeld:

C29.03 / Ferrari 056

Qualifikation: 13./1.37,715 min (in Q2) / 3. Training: 17./1.40,289 min (17 Runden)

„Das Qualifying hat viel Spass gemacht. Ich hatte eine freie Runde, diesmal gab es bei mir keine Probleme mit Verkehr auf der Strecke. Meine schnellste Runde war gut, ich bin zufrieden damit. Morgens hatten wir Probleme mit der Abstimmung, aber die haben wir für das Qualifying in den Griff bekommen. Es ist nicht einfach, die Reifen optimal zum Arbeiten zu bringen. Meine dritte Runde mit der weicheren Mischung war meine schnellste. Nachdem die Vorderreifen erst zu kalt gewesen waren, hoffte ich, dass ihre Temperatur steigen würde und ich mich noch weiter verbessern könnte, aber stattdessen begannen sie schon zu körnen. Mein Startplatz sollte auf der sauberen Seite liegen, und ich hoffe, dass ich beim Start Positionen gutmachen kann. Später wird Überholen schwierig, weil unsere Höchstgeschwindigkeit nicht toll ist.”

James Key, Technischer Direktor:

„Wir haben über Nacht einige Änderungen vorgenommen, um unsere Schwächen vor allem im ersten Sektor auszumerzen. Wir haben das Abtriebsniveau festgelegt und einige mechanische Modifikationen gemacht. Aber im dritten freien Training beklagten sich beide Piloten über starkes Übersteuern und ein schwierig zu fahrendes Auto. Offensichtlich hatten wir einen Schritt zurück gemacht, teilweise im ersten Sektor und auch im dritten. Unsere Änderungen hatten nicht so gegriffen, wie wir das erhofft hatten, wobei allerdings die Strecke heute Morgen wieder deutlich rutschiger war, was möglicherweise auch eine Rolle spielte. Jeder hat an der Lösung der Probleme gearbeitet. In Q1 gingen wir auf Nummer Sicher und sind beim zweiten Mal mit den weicheren Option-Reifen rausgefahren. Wir wussten nicht, wie gross der Unterschied zwischen Option- und Prime-Reifen sein würde. Dann haben wir uns entschieden, in Q2 einen Satz Option einzusparen, weil die dritte Runde damit die schnellste sein könnte. Wir hatten ein bisschen Pech mit dem Verkehr auf der Strecke, aber beide Fahrer waren stark und sind tatsächlich ihre beste Zeit in der dritten Runde gefahren. Es war seltsam, dass wir Zeit im zweiten Sektor verloren haben, aber die Sektoren eins und drei waren viel besser. Es ist schade, dass wir es nicht in Q3 geschafft haben, aber alle haben tolle Arbeit geleistet, indem wir die Schwierigkeiten vom Vormittag überwunden haben. Wir wissen, dass wir im Rennen immer stärker sind als im Qualifying, also freuen wir uns auf morgen. Ich bin sicher, wir können um Punkte kämpfen.“

QUELLE: SauberMotorsport