Nach einigen sehr vorsichtigen Runden am Vormittag begann der brandneue Asphalt des Korean International Circuit etwas Haftung zu entwickeln, beide freien Trainings verliefen für Nick Heidfeld und Kamui Kobayashi problemlos. Sowohl der Deutsche als auch der Japaner sind voll des Lobes für die Streckenführung des neuen Kurses.

Kamui Kobayashi:

C29.04 / Ferrari 056

1. Training: 13. / 1.43,309 min (20 Runden) / 2. Training: 10. / 1.39,564 min (26 Runden)

„Die Strecke ist schön und anspruchsvoll. Vor allem der letzte Sektor ist schwierig, aber toll zu fahren. Das einzige Problem ist, dass der Belag noch zu rutschig ist. Die Reifen körnen massiv, und zwar beide Mischungen. Im ersten Training haben wir mein Programm sehr früh begonnen, bevor sich die Strecke etwas verbessert hatte, und dadurch waren meine Reifen schon kurz vor Ende des Sitzung völlig hinüber, und ich habe aufgehört zu fahren.“

Nick Heidfeld:

C29.03 / Ferrari 056

1. Training: 8. / 1.42,293 min (18 Runden) / 2. Training: 11. / 1.39,588 min (25 Runden)

„Wir hatten erwartet, dass das Grip-Niveau sehr niedrig sein würde, aber es war noch niedriger. Für die ersten Runden haben wir zwei Minuten gebraucht. Aber dann haben wir den Schmier und Dreck nach und nach weggefahren, und es sammelte sich etwas Gummi auf dem Asphalt. Die Strecke macht richtig viel Spass. Ich finde es schön, dass hier oft eine Kurve auf die andere folgt. Bei solchen Kombinationen muss man die erste Kurve richtig erwischen, damit die nächste passt, und das gefällt mir. Die harten Reifen brauchen ziemlich lang, um auf Temperatur zu kommen, und auch mit der weicheren Mischung war die erste Runde nicht die schnellste. Kaum dass die Temperatur in Ordnung ist, beginnen die Reifen zu körnen. Ich hoffe, das wird besser, wenn das Grip-Niveau steigt. Ich freue mich, dass wir einen trockenen und problemlosen Tag für die Abstimmungsarbeit hatten. Wir haben dazugelernt, und ich sehe, wo wir uns weiter verbessern können.“

James Key, Technischer Direktor:

„Nicht ganz überraschend war es ein sehr intensiver Arbeitstag, an dem es vor allem darum ging, diese neue Strecke kennenzulernen. Wie erwartet war der neue Asphalt zu Beginn extrem rutschig. Es war sowohl für die Fahrer als auch für die Ingenieure ziemlich schwierig, zu entscheiden, worauf man sich konzentrieren sollte, weil sich die Rundenzeiten während des Trainings sehr stark verbesserten. Aber wir haben das Beste daraus gemacht, an beiden Autos einige Abstimmungsänderungen vorgenommen und zudem an Kamuis Wagen einen Aerodynamik-Test durchgeführt. Am Nachmittag hatte die Strecke mehr Haftung, und sie war auch deutlich konstanter. So konnten wir unser normales Programm abarbeiten. Wir haben unterschiedliche Abtriebsniveaus und die beiden Reifenmischungen verglichen. Zudem haben wir weiter an der Abstimmung gearbeitet. Es gibt noch eine ganze Menge zu verstehen, entsprechend viel Arbeit werden wir heute Nacht haben, wenn wir alle Daten analysieren. Insgesamt können wir mit dem Tag sehr zufrieden sein, zumal sich die Fahrer positiv äusserten. Ich denke, dass es eine sehr gute Strecke ist, auf der auch fahrerische Qualitäten eine Rolle spielen. Hoffentlich können wir nun den Schwung in den morgigen Tag mitnehmen.“

QUELLE: SauberMotorsport