Beide Fahrer mussten in den beiden ersten Trainings zum Nachtrennen in Singapur für sich Neuland erschließen: Während Nick Heidfeld zum ersten Mal mit dem Auto und den Reifen der Saison 2010 fuhr, musste sich Kamui Kobayashi mit dem anspruchsvollen Stadtkurs vertraut machen.

Kamui Kobayashi:

C29.01 / Ferrari 056

1. Training: 12. / 1.56,339 min (22 Runden) / 2. Training: 12. / 1.49,438 min (30 Runden)

„Wow – es war wirklich heiß im Auto hier. Aber ich mag die Strecke, vor allem Kurve fünf ist schön und schnell. Die Bodenwellen sind nicht zu schlimm, und sie haben mich auch nicht überrascht. Ich fand es heute schwierig, das Limit zu finden, denn nach dem Regen war die Ideallinie wirklich sehr schmal. Ich habe ein paar Fehler gemacht, aber ich bin nirgendwo angeschlagen. Es ist uns zwischen den Trainings gelungen, die Abstimmung schon ein bisschen zu verbessern, aber wir müssen noch an der Balance arbeiten, um die Reifen bestmöglich zu nutzen.“

Nick Heidfeld:

C29.03 / Ferrari 056

1. Training: 13. / 1.56,458 min (18 Runden) / 2. Training: 13. / 1.49,558 min (26 Runden)

„Ich bin sehr zufrieden, für einen ersten Tag lief es gut. Es hat mir Spaß gemacht, wieder zu fahren. Der Anfang war schwierig, weil die Strecke noch nass war. Dementsprechend habe ich es locker angehen lassen und einfach gesehen, dass ich so viele Runden wie möglich fahre. Für das zweite Training hatten wir schon einiges geändert, aber es ist ganz klar, dass zwei Trainings nicht reichen, um alles zu analysieren. Ich sehe noch viele Möglichkeiten, wie wir das Auto verbessern können und wie ich mich in Verbindung mit dem Auto steigern kann. Die Strecke hat sich meiner Meinung nach gegenüber 2009 in Sachen Bodenwellen verbessert.“

James Key, Technischer Direktor:

„Unsere Arbeit war heute etwas anders als an anderen Freitagen. Kamui musste die Strecke erst einmal kennenlernen, und Nick fuhr zum ersten Mal mit dem aktuellen Auto und den aktuellen Reifen. Das Training begann heute auf nasser Strecke, und es schien ganz gut zu laufen. Kamui hat gute Rundenzeiten gefahren, während Nick begann, sich mit dem Auto vertraut zu machen. Wegen der feuchten Strecke waren die Reifentemperaturen im ersten Training ziemlich niedrig. Zwischen den Trainings haben wir uns mit den Daten beschäftigt, und das zweite Training war in Ordnung. Wir haben wie geplant weitergearbeitet, allerdings mussten wir eine neue Hydraulikkomponente ersetzen, das gleiche Teil in beiden Autos. Wir sind derzeit im Mittelfeld, und wir arbeiten daran, uns von hier aus weiter zu verbessern.“

QUELLE: SauberMotorsport