Nick Heidfeld greift bei seinem Comeback in Singapur mit neuem Helm an – Expertenmeinungen über seine Chancen gehen auseinander

14 Rennen musste Nick Heidfeld zuschauen, doch am kommenden Wochenende kehrt er in Singapur in den Grand-Prix-Zirkus zurück: Der ehemalige Mercedes- und Pirelli-Testfahrer übernimmt bei Sauber das Cockpit von Pedro de la Rosa und fiebert seinem Comeback beim einzigen Nachtrennen der Formel 1 bereits entgegen.

Vom Sauber-Team, für das er bereits zum dritten Mal fährt (2001 bis 2003 und 2006 bis 2009), bekam der 267-fache Grand-Prix-Teilnehmer aus Mönchengladbach bereits einen neuen Rennoverall zur Verfügung gestellt. Außerdem wird Heidfeld mit einem brandneuen Schuberth-Helm in Schwarz-Rot-Gold an den Start gehen. Im Vergleich zu früher ist der Grundton seines Kopfschutzes deutlich dunkler geworden.

Neuer Schuberth-Helm: Das deutsche Design ist vor allem schwarz dominiert © Sauber

Doch bei aller Euphorie glauben einige Experten, dass es Heidfeld nicht leicht haben wird: „Kobayashi ist ein Wilder, der gefällt mir. Ich bin wirklich gespannt, ob Nick im Vergleich mit Kobayashi besser aussieht als sein Vorgänger de la Rosa. Ich habe da so meine Zweifel“, wird Hans-Joachim Stuck von ‚Sport Bild‘ zitiert, aber Marc Surer glaubt: „Nick ist konstant schnell, er holt immer das Maximum aus einem Auto heraus. Nick ist die Messlatte für den Sauber in den letzten fünf Rennen.“

Doch der 33-Jährige hat nur fünf Rennen, um sich zu beweisen, und noch keinen Vertrag für 2011 in der Tasche. Bei Sauber stehen die Chancen auf den ersten Blick schlecht, denn Kamui Kobayashi ist bereits fix und dank der Telmex-Millionen seines Landsmannes Carlos Slim soll auch Sergio Pérez unmittelbar vor einem Stammvertrag als Sauber-Pilot stehen. Aber andere Teams wie etwa Renault oder auch Force India haben noch Plätze frei.

Und für die könnte ein erfahrener Mann wie Heidfeld Gold wert sein, vor allem auch wegen seines Kurzgastspiels als Pirelli-Testfahrer: „Nick weiß am Anfang der Saison wie kein anderer über die Eigenarten der Reifen Bescheid“, so McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh in der ‚Sport Bild‘. „Machen wir uns nichts vor: Das macht ihn neben seinen großen Fähigkeiten als Pilot noch mal zusätzlich für ein Team attraktiv.“