Mit einem neuen, aber vertrauten Fahrer an Bord und einem umfangreichen Aerodynamik-Update reist das Team zum spektakulären Nachtrennen von Singapur. Kamui Kobayashi freut sich besonders auf die Einsätze in Asien, und Nick Heidfeld hungert seiner Rückkehr ins Cockpit sowieso entgegen. Das Rennen auf dem stimmungsvollen Marina Bay Circuit am 26. September bildet den Startschuss für die letzten fünf Saisonrennen, für die die Formel 1 Europa verlässt.

Kamui Kobayashi:

„Ich bin in Singapur noch kein Rennen gefahren, aber ich kenne die Strecke vom Simulatortraining. In den vergangenen beiden Jahren war ich als Ersatzfahrer für Toyota vor Ort und habe mir alles angeschaut. Die Strecke ist sehr lang für einen Stadtkurs. Die Stimmung bei diesem Rennen ist grossartig, ich bin sicher, das ist eine der besten Veranstaltungen von allen für Zuschauer. Ich bin bisher nur ein Nachtrennen gefahren, das war im Februar 2009 in Katar mit der GP2. Ich bin Vierter geworden, aber am meisten ist mir ein fürchterlicher Sandsturm in Erinnerung geblieben. In Singapur sollten wir wettbewerbsfähiger sein als in Monza. Ich würde sehr gerne mit einem guten Ergebnis in der Tasche zu meinem Heimrennen nach Suzuka fliegen. Es ist spannend, in der laufenden Saison einen neuen Teamkollegen zu bekommen, und ich bin neugierig auf die Arbeit mit Nick.“

Nick Heidfeld:

„Ich kann es kaum noch abwarten, wieder im Rennauto zu sitzen. Ich freue mich nicht nur riesig, dass ich wieder fahren kann, es ist auch noch besonders schön, dass der erste Einsatz in Singapur ist. Dieser GP wurde vor zwei Jahren auf Anhieb einer meiner Favoriten. Die Strecke ist sogar für einen Stadtkurs sehr anspruchsvoll. Gespannt bin ich, wie es um die Bodenwellen bestellt ist. Diesbezüglich hatte sich die Strecke von 2008 auf 2009 verschlechtert, und man wollte etwas dagegen tun. Die Atmosphäre bei diesem Nachtrennen ist gigantisch. Wie gut das Auto mit der Strecke harmoniert, ist für mich natürlich schwer einzuschätzen, ich bin es ja noch nicht gefahren. Aber nach allem, was ich sehen konnte und gehört habe, sollte es in Singapur besser aussehen als in Monza. Positiv ist auch, dass ich wohl meinen letztjährigen Sitz verwenden kann. Das spart nicht nur viel Arbeit, das gibt mir auch ein gutes Gefühl. Denn der Sitz war sehr gut, und normalerweise muss man viel Feinschliff betreiben, bis das so passt. Ausserdem freue ich mich sehr darauf, James Key und meinen Teamkollegen Kamui jetzt richtig kennenzulernen und mit beiden zu arbeiten.“

Technischer Direktor James Key:

„Das Rennen in Singapur ist das erste der letzten fünf, die allesamt ausserhalb Europas stattfinden. Die Strecke ist tückisch und technisch, sie hat viele Bodenwellen, und somit sind mechanischer Grip und mechanische Abstimmung wichtig. Wahrscheinlich kommt dieser Stadtkurs Monaco am nächsten bezüglich der Kurven-Charakteristik und des extrem hohen Abtriebsniveaus. Natürlich ist der GP auch als Nachtrennen einzigartig. Man muss den Freitag bestmöglich für die Abstimmungsarbeit nutzen und die Reifen verstehen. Weil man nur schwer überholen kann, müssen wir uns besonders auf das Qualifying konzentrieren. Wir haben ein umfangreiches Aerodynamik-Update für das Auto. Es umfasst einen neuen Frontflügel, einen neuen Diffusor und verschiedene weitere neue Komponenten. Wir hoffen, das Paket funktioniert wie geplant und werden sehen, was wir erreichen können.”

Rennstrecke Marina Bay Circuit Singapore / 5,073 km
Renndistanz 61 Runden / 309,316 km
Zeitplan Qualifying 22:00 h, Rennen 20:00 h Lokalzeit (14:00, 12:00 h GMT)

QUELLE: SauberMotorsport