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De la Rosa: “Das Leben geht weiter”
Die erste Stellungnahme von Pedro de la Rosa, der weiterhin um ein Formel-1-Cockpit kämpft, sich aber auch Le Mans vorstellen könnte
Bereits am Sonntag nach seinem 14. Platz in Monza wurde Pedro de la Rosa von Teamchef Peter Sauber und Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn darüber informiert, dass er ab Singapur nicht mehr im Auto sitzen wird. Heute folgte die offizielle Bekanntgabe: Nick Heidfeld übernimmt für die letzten fünf Saisonrennen das Cockpit des Spaniers.
Der wirkt heute am Telefon schon wieder halbwegs gefasst: “Es kam ganz überraschend für mich, aber ich will ehrlich gesagt nicht darüber reden. Das Leben geht weiter”, erklärt de la Rosa gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. Am Sonntagabend hatte er unmittelbar nach der Besprechung mit Sauber und Kaltenborn noch sichtlich geknickt das Sauber-Motorhome und den Paddock verlassen, Hand in Hand mit seiner Ehefrau Maria.
Noch kein Kontakt zu anderen Teams
Doch zwei Tage später richtet er seine Gedanken schon wieder in die Zukunft: “Ich werde mich weiterhin nach einem Renncockpit für 2011 umsehen, daran hat sich nichts geändert. Mein Plan war immer, auch 2011 Formel-1-Rennen zu fahren”, sagt de la Rosa. Gespräche mit anderen Teams finden noch nicht statt – und ist das Thema Sauber nun definitiv erledigt, Pedro? “Ja, ich schätze schon”, entgegnet er.
Bereits am Donnerstag hatten wir den 39-Jährigen zum Interview getroffen. Angesprochen auf seine magere Bilanz gegen Kamui Kobayashi (7:6 Qualifyings, 6:21 Punkte) antwortete er: “Das ist noch nicht vorbei! Es gab Rennen, in denen ich mehr Punkte hätte holen können, aber aus verschiedenen Gründen klappte das nicht. Besonders am Jahresanfang hatte ich mehrere Motorenprobleme, die uns davon abgehalten haben, Punkte zu holen. Aber rein von der Performance her war ich überall schnell.”
“Versteh mich nicht falsch, Kamui hat gute Arbeit geleistet, aber ich finde, dass ich in den Rennen, in denen ich in den Top 10 lag, viel Pech hatte”, so de la Rosa. “In China lag ich an vierter Stelle, als der Motor hochging, und ich lag in Silverstone in den Top 10, als ich einen Reifenschaden hatte. Zwei solche Rennen können für den Punktestand einen Riesenunterschied machen. In den Rennen, in denen viele Punkte drin gelegen wären, hatte ich einfach viel Pech.”
Rallye nein, Le Mans ja
Zu seinen Zukunftsplänen meinte er drei Tage vor seinem Rauswurf: “Ich habe keinen langfristigen Plan. Es sind noch sechs Rennen zu fahren, in denen ich für das Team viele Punkte sammeln möchte. Nächsten Monat werde ich mich dann mit dem Team zusammensetzen. Jetzt möchte ich mich aber nicht von Zukunftsüberlegungen ablenken lassen. Ja, ich möchte in der Formel 1 bleiben, aber der Zeitpunkt muss passen. Jetzt ist das nicht der Fall.”
In Kimi Räikkönens Fußstapfen wird er jedoch nicht treten: “Rallye werde ich sicher nicht machen. Das würde mir keinen Spaß bereiten”, stellt der 82-fache Grand-Prix-Teilnehmer fest. Seinem Freund Alexander Wurz zu folgen, kann er sich schon eher vorstellen: “In Zukunft möchte ich die 24 Stunden von Le Mans fahren. Das ist ein Rennen, das jeder Rennfahrer einmal bestritten haben sollte – und das werde ich. Langstreckenrennen finde ich interessant.”

