Die Formel 1 muss sich ihre kurze Sommerpause mit zwei Rennen in acht Tagen verdienen: Der Tross reist von Hockenheim aus nach Budapest, wo bereits am kommenden Sonntag der Grosse Preis von Ungarn ausgetragen wird.


12. von 19 WM-Läufen, 30. Juli – 01. August 2010, Budapest

Pedro de la Rosa:
„Budapest gehört zu meinen Favoriten, immerhin habe ich dort meinen ersten – und bislang einzigen – Podestplatz in der Formel 1 geholt. Das war 2006, ich wurde Zweiter. Die Stadt ist extrem interessant und hat viel zu bieten. Die Architektur der Brücken, Häuser und Schlösser ist einfach wunderschön anzusehen. Als Testfahrer bin ich immer samstags nach dem Qualifying an der Donau laufen gewesen. Man spürt die Historie der Stadt, aber gleichzeitig ist sie sehr lebendig, in gewisser Weise erinnert mich das an Spanien. Ich beschreibe die Strecke gerne als die permanente Variante des Monaco-Kurses. Man braucht maximalen Abtrieb und ein gutes Auto für langsame Kurven; Effizienz ist weniger wichtig. Der Hungaroring ist schön und sehr hart für uns Fahrer, vor allem, wenn es heiss ist, was ja schon oft der Fall war. Es ist vielleicht nicht die ideale Strecke für unser Auto, aber wir sind in langsamen Kurven besser geworden und haben gezeigt, dass wir um Punkte kämpfen können, wenn wir ins Ziel kommen.“

Kamui Kobayashi:
„Ich habe gute Erinnerungen an den Hungaroring. Ich habe dort zwar keine besonders guten Ergebnisse erzielt, aber ich bin dort sehr gern gefahren. Ich finde den Kurs schön und aufregend. Und natürlich geniesse ich die Stadt selbst, vor allem die Restaurants am Donau-Ufer. Die Rennstrecke hat eine gewisse Tradition und eine schöne Atmosphäre. Sie ist allerdings auch recht eng und kurvig, was für uns in diesem Jahr schwierig werden könnte. Überholen ist besonders schwierig auf dem Hungaroring, also hängen unsere Chancen sehr stark davon ab, ob und wie sehr wir unsere Leistung im Qualifying verbessern können.“

Technischer Direktor James Key:
„Wenn wir die letzten vier Rennen betrachten, dann ragt da Ungarn wiederum mit einer eigenen Charakteristik heraus. In Montréal hatten wir recht lange Geraden, in Valencia enge Kurven, in Silverstone waren es viele schnelle Kurven, in Hockenheim ein Mix aus allem, und in Budapest erwarten uns hauptsächlich langsame und mittelschnelle Kurven. Der Hungaroring ist ein eng gewundenes Kurvenband, für das man viel Abtrieb braucht. Eine geringe aerodynamische Effizienz wird einem verziehen. Mechanischer Grip ist wichtig, es gibt ein paar bemerkenswert hohe Randsteine und Schikanen, die mit hohem oder zumindest mittlerem Tempo durchfahren werden. Das Auto muss überall stabil liegen. Die Strecke hat zudem viele Bodenwellen. Die letzte Kurve ist tückisch. Die erste allerdings auch: Das ist eine bergab führende Rechtskurve, in der man vermeiden muss, das Rad auf der Innenseite zu blockieren. Im Qualifying muss man gut auf die Reifen aufpassen, sie können schon am Ende einer Runde körnen. Und dann gilt es noch zwei Punkte zu bedenken: Erstens Sommerhitze, welche die Kühlung und die Reifen betrifft, und zweitens die Tatsache, dass auf dieser Strecke kaum überholt werden kann. Entsprechend wichtig ist das Qualifying.“

Rennstrecke: Hungaroring / 4,381 km
Renndistanz: 70 Runden / 306,630 km
Zeitplan: Qualifying 14:00 Uhr, Rennen 14:00 Uhr Lokalzeit (12:00 Uhr GMT)

QUELLE: SauberMotorsport