Mit einer beeindruckenden Fahrt sicherte sich Kamui Kobayashi in Valencia den siebten Platz und bescherte dem Sauber-Team wichtige Punkte.

Kamui Kobayashi ging im Großen Preis von Europa als einziger einen anderen Weg, doch die mutige Reifenstrategie des japanischen Rennfahrers sollte sich bezahlt machen. Der BMW Sauber F1 Team Fahrer setzte sich in den Schlussrunden noch gegen Fernando Alonso (Ferrari) und Sébastien Buemi (Toro Rosso) durch und platzierte sich im Valencia-Rennen auf dem ausgezeichneten siebten Platz.

Der Formel-1-Neuling war nur vom 18. Rang aus ins Rennen gegangen, hielt sich aufgrund einer frühen Safety-Car-Phase aber konstant in der Spitzengruppe auf und erntete nach 57 Runden schließlich den verdienten Lohn seiner Arbeit. Kobayashi gibt sich zuversichtlich: „Vielleicht haben wir schon in Silverstone die Möglichkeit, wieder in die Punkte zu fahren“, sagt der 23-Jährige.

Kamui Kobayashi

Kamui Kobayashi zeigte in Valencia ein überaus couragiertes Formel-1-Rennen © xpb.cc

„Dort sollte unser Auto sollte viel besser funktionieren, weil wir in schnellen Kurven recht gut dabei sind. Ich gehe also davon aus, in Großbritannien noch etwas stärker zu sein als in Valencia“, gibt der BMW Sauber F1 Team Pilot zu Protokoll. Doch eine Schwachstelle bleibt: Kobayashi und Stallgefährte Pedro de la Rosa stehen in der Qualifikation zumeist auf verlorenem Posten.

„Es gibt nicht viel, was wir im Augenblick dagegen ausrichten können“, kommentiert Kobayashi diesen Umstand. „Wir versuchen zwar unser Möglichstes, haben aber nicht alle Zeit der Welt. Hier in Valencia hat es uns in der Qualifikation schlichtweg an Grip gefehlt. Das war unser Hauptproblem. Unsere Traktion war ebenfalls nicht gut und noch dazu haben wir ein recht instabiles Auto.“

Teamchef Sauber ist hochzufrieden

„Im Rennen wollten wir einfach nur die Reifen schonen. Jeder geht das etwas anders an, der eine oder andere überfährt seine Pneus dabei auch“, meint der Youngster. „Im Rennen sind wir jedenfalls deutlich besser aufgestellt als im Zeittraining. Unsere Geschwindigkeit hat gepasst. Dennoch fehlt es uns an aerodynamischem Grip“, erläutert Kobayashi, der bei seinem Teamchef hoch im Kurs steht.

Peter Sauber spricht nach dem Großen Preis von Europa von einem Neuanfang in Hinwil: „Auf der einen Seite habe ich die Gewissheit, dass Kamui schnell und konstant ist. Er hat am Schluss noch die nötigen Reserven, um anzugreifen. Andererseits kann man derart schnelle Runden über die gesamte Renndistanz nur dann aufrecht erhalten, wenn man ein gutes Auto hat. Sonst ist das nicht möglich.“

„Für die Ingenieure ist wichtig, Selbstvertrauen zu sammeln. Aus diesem Grund stellt dieses Rennen eine Art Neubeginn für uns dar“, sagt Sauber im Anschluss an das Valencia-Gastspiel der Formel 1. Daran möchten die Schweizer schon bald anknüpfen: „Wir hoffen darauf, dass uns Silverstone entgegen kommt. Wir müssen nun daran arbeiten, dass das Auto auch im Qualifying funktioniert.“

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