“Kein Grip” blieb auch im Qualifying das Hauptproblem für beide Fahrer auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Für Kamui Kobayashi war das Qualifying für den morgigen Grossen Preis von Kanada schon im ersten Segment gelaufen, er kam nicht über Platz 18 hinaus. Pedro de la Rosa schaffte es zwar in Q2, konnte dort aber nichts ausrichten und wurde 17.

Pedro de la Rosa:
C29.03 / Ferrari 056
Qualifikation: 17. / 1.17,384 min (in Q2) / 3. Training: 15. / 1.17,609 min (16 Runden)
„Wir wussten, dass das Qualifying schwierig werden würde. Wir fahren das Auto hier zum ersten Mal mit deutlich geringerem Abtrieb, und das liegt uns anscheinend nicht. Wir rutschen viel zu viel, und so bekommt man die Reifen natürlich nicht zum Arbeiten. Kein Grip ist das Ergebnis. Zusätzlich hatte ich noch Schwierigkeiten, die Bremsen auf Betriebstemperatur zu bekommen. Wir müssen sehen, was wir daraus morgen im Rennen noch machen können. Die Reifenstrategie will überlegt sein, und wir sollten parat sein, um gegebenenfalls von einer Safety-Car-Phase profitieren zu können.“

Kamui Kobayashi:
C29.01 / Ferrari 056
Qualifikation: 18. / 1.18,019 min (in Q1) / 3. Training: 14. / 1.17,548 min (20 Runden)
„Wir haben hier ein hartes Wochenende. Unsere Leistungsfähigkeit reicht insgesamt nicht an das heran, was wir in der Türkei zeigen konnten. Ich hatte grosse Probleme, die Reifen aufzuwärmen. Ich habe sie einfach nicht zum Arbeiten bekommen, und so ist es absolut unmöglich, das Potenzial des Autos zu erschliessen. Dass ich auf meiner letzten Runde noch ein Auto vor mir hatte, hat auch nicht geholfen. Ich wusste, dass es heute schwierig werden würde, aber dass es so schlecht wird, habe ich nicht gedacht. Morgen ist das Rennen, und ich hoffe einfach, dass ich dort noch eine Chance bekomme, um mich zu verbessern.“

Teamchef Peter Sauber:
„Es war von Anfang an ein schwieriges Wochenende für uns, und ich glaube, dass es uns heute nicht gelungen ist, das Potenzial des Autos voll auszuschöpfen.“

James Key, Technischer Direktor:
„Das war ein enttäuschendes Qualifying. Ich denke, ein bisschen mehr wäre drin gewesen, aber Q3 war definitiv ausser Reichweite. In Q1 wurde Kamui auf seiner letzten Runde etwas aufgehalten und konnte sich nicht mehr verbessern. Beide Fahrer litten unter zu wenig Grip, und die Balance der Autos war am Nachmittag anscheinend deutlich anders als am Morgen, was uns überraschte. So standen wir vor neuen Problemen und mussten die Balance während des Qualifyings noch etwas verändern. Wir sind weit weg davon, wo wir sein wollen. Wir hoffen auf ein problemloses Rennen mit einer guten Strategie und die bestmögliche Zielankunft für beide Autos.“

QUELLE: SauberMotorsport